Seehundstation Friedrichskoog e. V.

Abschiedskuss

Forschungsprojekte


 

Verhalten von jungen Kegelrobben nach der Auswilderung – Untersuchungen zur Wiedereingliederung in den Wildbestand

 

Der Kegelrobbenbestand in der deutschen Nordsee nimmt seit mehreren Jahren stark zu. So geschieht es immer häufiger, dass junge Kegelrobben auf Grund von widrigen Witterungsbedingungen oder Störungen von ihrer Mutter getrennt werden. Die mutterlos aufgefundenen Jungtiere werden zur Aufzucht in die Seehundstationen Friedrichskoog oder Norden-Norddeich gebracht. Nach mehrwöchiger Pflege werden sie nach einer umfangreichen Gesundheitsprüfung wieder in den Wildbestand entlassen. Es ist bislang unklar, inwieweit sich junge Kegelrobben nach der Auswilderung wieder in den Wildbestand eingliedern. Um diese Frage zu beantworten, sollen in diesem Pilotprojekt der Arbeitsgruppe „Ökologie mariner Tiere“ des FTZ Westküste (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) junge Kegelrobben aus den beiden Stationen mit GPS-Datenloggern und integrierten Tauchsensoren ausgerüstet werden. Die Geräte werden mit einem speziellem Kleber auf dem Fell der Tiere befestigt und fallen im Verlauf des nächsten Fellwechsels von alleine wieder ab. Sie zeichnen die Positionen und Aktivitäten der Tiere, wie z.B. Tauchgänge über mehrere Monate auf. Somit lässt sich herausfinden, nach welcher Zeit sich die Jungtiere auf den bekannten Liegebänken von Kegelrobben einfinden und ob sie die für Wildtiere typischen Bewegungs- und Aktivitätsmuster zeigen.

In diesem Pilotprojekt soll darüber hinaus eine Evaluation der Besenderungsmethode stattfinden, um später zum Vergleich auch junge, freilebende Kegelrobben telemetrieren zu können, die nicht in einer Aufzuchtstation aufgezogen wurden. Die Daten der ausgewilderten Tiere können dann mit Daten von Tieren aus dem Wildbestand direkt verglichen werden. Die Zusammenarbeit mit den Seehundstationen ermöglicht ein ausgiebiges Testverfahren zur externen Anbringung der Geräte an den Dauerhaltungstieren der Station, um für die auszuwildernden Robben die optimale Befestigungsmethode herauszuarbeiten (Abb. 1).

Die Ergebnisse der Studie bilden darüber hinaus eine wichtige Grundlage zur Beurteilung von Überlappungen der Nahrungsgebiete von Kegelrobben und Bereichen, die für den Bau von Offshore-Windparks ausgewiesen sind. Durch die Besenderung einzelner Tiere wird es möglich, potentielle Konflikte mit Offshore-Windparks abzuschätzen.

 

 

Herzfunktion von Seehunden

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Im Wattenmeer ist der Seehund (Phoca vitulina) mit einer derzeitigen Bestandszahl von etwa ~38.500 Tieren die am häufigsten vorkommende Robbenart. Im Anhang II der FFH-Richtlinie (92/43/EEC) wird der Seehund als schützenswert (“conservation concern”) gelistet. Seehunde unterliegen dem Jagdrecht und haben ganzjährig Schonzeit. Trotz steigender Bestandszahlen im Wattenmeer, sind die Bestände in englischen Gewässern in den letzten Jahren nicht angestiegen und in den meisten größeren Population sogar zurück gegangen.

Der Lebensraum des Seehundes wird vom Menschen kommerziell und für Freizeitaktivitäten intensiv genutzt. Umweltfaktoren und anthropogene Einflüsse können Störungen während der Geburtenzeit verursachen, die möglicherweise zu einer Trennung von Jungtier und Muttertier führen. Diese sogenannten Heuler werden in Seehundstationen aufgezogen. Die Rehabilitation ist in der Regel erfolgreich, allerdings kommen plötzliche Todesfälle vor und die Wachstumsraten ü sind geringer als in der freien Wildbahn.

In Zusammenarbeit mit der Universität Bristol werden Herzfunktion und Biomarker während der Rehabilitation von Heulern und bei Dauerhaltungstieren in der Seehundstation untersucht. Das Ziel dieser Studie ist es, das Wissen über die komplexe Herz-Kreislauf-Physiologie dieser Tiere zu verbessern. Ergebnisse der Studie können zur Optimierung der Haltung und Betreuung von Heulern genutzt werden und sind damit auch von Relevanz für den Tierschutz.

Diese Studie wird gefördert vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.

 

 

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27.08. Aktionstag Nahrung
Von 11:30 - 16:30 Uhr können kleine und große Besucher viel rund um die Nahrung von Seehunden und Kegelrobben erfahren.

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24.08. Abenteuerspiele für Kinder   
15:30 – 16:30 Uhr

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31.08. Spiel mit uns!
Von 15:00 - 16:30 Uhr können interessierte Besucher verschiedene Spiele über das Wattenmeer und seine ausprobieren.

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01.08.2017

32 Jahre Seehundstation Friedrichskoog

 

Ein Grund zum Feiern! Am Samstag, den 05. August wird... Weiter ...

16.08.2017

Junge Robben in der Seehundstation:

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Der gesamte Aufzuchtbereich ist für Besucher nicht zugänglich. Videokameras ermöglichen Ihnen aber eine störungsfreie Beobachtung der... Weiter ...

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