Seehundstation Friedrichskoog e. V.

Eisbrecher

21.12.2016

Weiße Weihnachten in der Seehundstation

Am 09.12.2016 wurde der erste Kegelrobben-Heuler der Saison gefunden.  Das Jungtier wurde auf Helgoland von Seehundjäger Michael Janßen zunächst beobachtet, da sich ein Muttertier in der Nähe befand. Als er von seiner Mutter jedoch nicht angenommen wurde,  wurde das nur einen Tag alte Jungtier in die Seehundstation zur Aufzucht gebracht und trägt den Namen „Helgo“. Er wog bei seiner Einlieferung 12,2 kg und trägt noch das für junge Kegelrobben in den ersten Lebenswochen typische lange weiße Lanugofell. Nachdem sich der Gesundheitszustand des Tieres stabilisiert hat, ist die kleine Kegelrobbe aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umgezogen.

Der gesamte Aufzuchtbereich ist vom Informationszentrum, über die Kameras und vom 17 m hohen Aussichtsturm von den Gästen der Seehundstation einsehbar. Die Fütterungen können von den Besuchern vom Seminarraum aus beobachtet werden. Mitarbeiter der Station informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Kegelrobben und Seehunden. Rücksichtsvolles Verhalten ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit der Kegelrobben ausgesprochen wichtig.  

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie meist in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt anleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei, die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum, Sylt und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände gemeinsam mit den Seehundjägern um die Einrichtung einer flexiblen Ruhezone zur Beobachtung der Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Die Freiwilligendienstler der Verbände informieren z.B. Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Nur die Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler einzuliefern!

 

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27.08. Aktionstag Nahrung
Von 11:30 - 16:30 Uhr können kleine und große Besucher viel rund um die Nahrung von Seehunden und Kegelrobben erfahren.

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24.08. Abenteuerspiele für Kinder   
15:30 – 16:30 Uhr

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31.08. Spiel mit uns!
Von 15:00 - 16:30 Uhr können interessierte Besucher verschiedene Spiele über das Wattenmeer und seine ausprobieren.

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01.08.2017

32 Jahre Seehundstation Friedrichskoog

 

Ein Grund zum Feiern! Am Samstag, den 05. August wird... Weiter ...

16.08.2017

Junge Robben in der Seehundstation:

230


Der gesamte Aufzuchtbereich ist für Besucher nicht zugänglich. Videokameras ermöglichen Ihnen aber eine störungsfreie Beobachtung der... Weiter ...

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