Seehundstation Friedrichskoog e. V.

Mareike im Eis3

20.11.2017

Junge Robben in der Seehundstation:

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Der gesamte Aufzuchtbereich ist für Besucher nicht zugänglich. Videokameras ermöglichen Ihnen aber eine störungsfreie Beobachtung der Jungtiere. Zudem ist der Aufzuchtbereich vom Aussichtsturm und von den Fenstern des Seminarraums gut einzusehen.  Mitarbeiter informieren die Gäste  während der Fütterungen über  die  Jungtiere,  die  Arbeit  der  Station  und  das  richtige  Verhalten  gegenüber Seehunden. 

Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist auch im Freiland ausgesprochen wichtig. Der  Landesjagdverband  Schleswig-Holstein,  die  Nationalparkverwaltung  und  die  Seehundstation  Friedrichskoog bitten,  in  der  freien  Wildbahn  einen  großen  Abstand  zu  den  Meeressäugern  einzuhalten.  Beim  Fund  eines  allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden

1.  Robben nicht anfassen.

2. Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.

3. Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

27.09.2017

Seehund Molly malt - Spende für die Seehundstation

 

Das Team der Seehundstation bedankt sich beim Zoo Berlin und der Seehunddame Molly - hier die Geschichte:

 

Neues Mal-Genie entdeckt!

Da staunen unsere Besucher nicht schlecht: Elefanten und Affen kennt man ja schon als Künstler, aber ein Bilder malender Seehund? Unsere Molly ist hoch motiviert und arbeitet zusammen mit ihrer Pflegerin Monique kontinuierlich immer für 6 bis 7  Minuten pro Tag auf ihrer Anlage. Ihre Kunstwerke fanden bei einer Auktion auf dem Spendenabend im Berliner Zoo reißenden Absatz. So konnte sich Molly aktiv für ihre Artgenossen in der Auffangstation Friedrichskoog einsetzen denn ein großer Teil des Erlöses wurde dorthin überwiesen.

 

 
      

30.07.2017

Martha, Kalle, Maud und Robert ausgewildert

 

Am 26. Juli konnten nach einer nur rund siebenwöchigen Aufzucht in der Seehundstation Friedrichskoog die ersten vier jungen Seehunde der Saison in das schleswig-holsteinische Wattenmeer ausgewildert werden.

Die meisten der im Sommer 2017 geborenen Seehunde wurden bereits von den Muttertieren entwöhnt. Die Hauptgeburtenzeit liegt im Juni, die Tiere werden anschließen vier bis sechs Wochen gesäugt. Die letzten, im Juli geborenen jungen Seehunde, werden noch gesäugt. Daher gilt bei der Sichtung eines Jungtieres:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen und umgehend die Seehundstation, Polizei oder zuständigen Seehundjäger benachrichtigen.
  • Um Störungen der Seehunde zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern zu den Wildtieren eingehalten werden. Hunde sollten bitte angeleint werden.


 

 

11.07.2017

Spendenaktion für die Robben im Wattenmeer

 

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d des Gymnasium Würselen  haben bei einem Flohmarktverkauf für die Seehundstation Friedrichskoog gesammelt. Vielen herzlichen Dank für Euren Einsatz, liebe Klasse 5d! 

 

Bericht der Klasse 5d über die erfolgreiche Spendenaktion:

Robbenretter-Aktion           

Wie bereits angekündigt, war die Klasse 5d in Begleitung von Frau Feyhl am 18.06.2017 mit einem Verkaufsstand auf dem Flohmarkt am Kaufland in Würselen vertreten. Angeboten wurden von den Kindern gespendete Spielsachen, Kinderkleidung und Trödel. Die Einnahmen aus dem  Flohmarktverkauf werden der Seehundstation Friedrichskoog e.V. gespendet. Die Idee hierzu hatte sich im Erdkundeunterricht bei Frau Paulussen entwickelt. Bereits im Vorfeld hatte die Klasse  Flyer, Fähnchen, Lesezeichen  und ein großes Plakat gebastelt, um den Verkaufsstand zu schmücken und so auf die Spendenaktion aufmerksam zu machen. Am Tag des Flohmarktes wurde der Verkaufsstand schon um 6,30 Uhr aufgebaut und vorbereitet, so dass der Verkauf pünktlich starten konnte. In mehreren Schichten waren die Schüler und Frau Feyhl den ganzen Tag beschäftigt.

Neben den Verkaufserlösen konnten auch einige Spenden entgegen genommen werden, so dass insgesamt ein Betrag iHv. 261,07 Euro zusammen gekommen ist. Der Flohmarkt war somit ein voller Erfolg!!! Zusätzlich dazu konnte durch eine Haustürsammlung noch ein Betrag iHv. 123,-- Euro eingenommen werden. Wir  freuen uns daher, die Seehundstation Friedrichskoog e.V. mit einem Betrag iHv. insgesamt 384,07 Euro unterstützen zu können.          

Die Klasse 5d       

 

01.06.2017

Erster Heuler in der Seehundstation

 

Die Geburtenzeit der Seehunde in Schleswig-Holstein hat im Mai begonnen und der erste Heuler wurde in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert. Am 25. Mai wurde ein junger Seehund am Strand Fuhlehörn auf Nordstrand gefunden und  der zuständige Seehundjäger Jörg Ketelsen gerufen. Nach einer gründlichen Begutachtung des Gesundheitszustandes durch den geschulten und erfahrenen Seehundjäger wurde der Heuler an die Mitarbeiter der Seehundstation Friedrichskoog zur Aufzucht übergeben.

Er brachte bei der Einlieferung 9,9 kg auf die Waage, war geschwächt aber ansonsten gesund  und wurde zunächst im Quarantänebereich versorgt. In Gedenken an den Stationsgründer Werner "Polli" Rohwedder, der am 22.05.2017 verstarb, wurde das Tier auf den Namen „Polli“ getauft. Nun hat sich sein Gesundheitszustand soweit stabilisiert, dass er aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umziehen kann.

Die Robben sind für die Besucher der Seehundstation aus dem Informationszentrum Seehund, vom Aussichtsturm und über eine Kamera zu sehen. Bitte beachten Sie die verschiedenen Fütterungszeiten der Tiere auf der Homepage. Mitarbeiter informieren die Gäste während der Fütterungen über die beiden heimischen Robbenarten, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Seehunden und Kegelrobben im Wattenmeer. Die Hauptgeburtenzeit der Seehunde im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat gerade erst begonnen. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist daher ausgesprochen wichtig.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, die Nationalparkverwaltung und die Seehundstation Friedrichskoog bitten, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern einzuhalten. Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:

  • Seehunde nicht anfassen.
  • Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
  • Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige, speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

 

22.05.2017

Nachruf

Der Gründer der Seehundstation und Ehrenmitglied des Vorstandes der Seehundstation Friedrichskoog, Werner „Polli“ Rohwedder ist am 22. Mai 2017 im Alter von  92 Jahren verstorben.

Schon in den 50er Jahren zog er auf seinem Kutter und im Garten erfolgreich Heuler auf und war als Fischer, Seehundjäger und später Inselversorger des Vogelwarts der Insel Trischen dem Wattenmeer und den Seehunden stets eng verbunden.

Als 1985 die Seehundstation in Friedrichskoog gegründet wurde, war Polli der erste Stationsleiter und blieb es bis zum Jahr 1996. Die naturnahe Aufzucht und ein respektvoller Umgang mit den Tieren sowie der Schutz des Lebensraumes waren dem auch als Nationalparkwart tätigen Polli dabei immer wichtig.

Auch nach dem Ende der aktiven Tätigkeit in der Station wurden die ehemaligen Heuler mit seinem Boot „Seehund“ am Ende der Aufzucht zurück in den Nationalpark gefahren und in die Freiheit entlassen. Wir haben viele unvergessliche Stunden mit ihm und seinem Sohn Axel an Bord verbracht.

Oft besuchte er „seine“ dauerhaft in der Station lebenden Seehunde und holte sich einen Kaffee beim Stationsteam ab. Gern berichtete er dabei den jungen Freiwilligen aus seinem ereignisreichen Leben an der Küste. Und auch beim Jubiläum zum 30. Geburtstag der Seehundstation im Jahr 2015 war er selbstverständlich als Ehrengast mit dabei.

Wir werden sein Andenken in Ehren halten - Danke Polli!

Das Team der Seehundstation

 

21.12.2016

Weiße Weihnachten in der Seehundstation

Am 09.12.2016 wurde der erste Kegelrobben-Heuler der Saison gefunden.  Das Jungtier wurde auf Helgoland von Seehundjäger Michael Janßen zunächst beobachtet, da sich ein Muttertier in der Nähe befand. Als er von seiner Mutter jedoch nicht angenommen wurde,  wurde das nur einen Tag alte Jungtier in die Seehundstation zur Aufzucht gebracht und trägt den Namen „Helgo“. Er wog bei seiner Einlieferung 12,2 kg und trägt noch das für junge Kegelrobben in den ersten Lebenswochen typische lange weiße Lanugofell. Nachdem sich der Gesundheitszustand des Tieres stabilisiert hat, ist die kleine Kegelrobbe aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umgezogen.

Der gesamte Aufzuchtbereich ist vom Informationszentrum, über die Kameras und vom 17 m hohen Aussichtsturm von den Gästen der Seehundstation einsehbar. Die Fütterungen können von den Besuchern vom Seminarraum aus beobachtet werden. Mitarbeiter der Station informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Kegelrobben und Seehunden. Rücksichtsvolles Verhalten ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit der Kegelrobben ausgesprochen wichtig.  

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie meist in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt anleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei, die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum, Sylt und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände gemeinsam mit den Seehundjägern um die Einrichtung einer flexiblen Ruhezone zur Beobachtung der Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Die Freiwilligendienstler der Verbände informieren z.B. Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Nur die Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler einzuliefern!

 

24.11.2016

Die Wurfsaison der Kegelrobben hat begonnen

Die Kegelrobbe ist, neben dem Seehund, die zweite heimische Robbenart in Deutschland. Einst dominierte sie das gesamte Wattenmeer und war sogar weiter verbreitet als der Seehund. Doch Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kegelrobbe hierzulande nahezu ausgerottet.

Erst Mitte des 20. Jh. wurden Sichtungen vor der niederländischen, deutschen und dänischen Küste wieder häufiger und heute haben die Tiere das Wattenmeer zurückerobert. Mittlerweile haben sich in Deutschland drei Kolonien gebildet: die erste etablierte sich in den 1960er auf den Knobsänden westlich von Amrum. Seit den 90er Jahren hat sich die Helgoländer Düne als ein weiterer wichtiger Rast- und Wurfplatz außerhalb des Wattenmeeres entwickelt. Eine dritte kleinere Kolonie, in der auch Jungtiere geboren und aufgezogen werden, befindet sich bei den Inseln Borkum, Juist und Norderney. Obwohl sich die Situation der Kegelrobben im Wattenmeer stetig verbessert, gelten die Tiere hier nach wie vor als selten und gefährdet. Heute leben im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ungefähr 50 Kegelrobben und um Helgoland etwa 744 Tiere. In der Geburtensaison 2015/2016 wurden in Schleswig-Holstein ~300 Jungtiere geboren.

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei, die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Robbenfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände  um die Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Es können z.B. flexible Ruhezonen für die Jungtiere eingerichtet werden und die Verbände informieren Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Beim Fund eines Kegelrobbenjungtieres auf Föhr und Amrum können Sie sich direkt an den Seehundjäger bzw. die Naturschutzverbände wenden:

  • Helgoland:       Seehundjäger siehe aktueller Aushang am Fähranleger; 04725 – 7787 (Verein Jordsand)
  • Amrum:          04682-1635 (Öömrang Ferian i.f.); 04682-2718 (Schutzstation Wattenmeer)
  • Föhr:              04681-1313 (Schutzstation Wattenmeer)

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. 

19.11.2016

Häkel Watt!

Ein Mitmach-Projekt für Freunde des Häkelns und des Wattenmeeres.

Das Team der Seehundstation hat vor einigen Jahren das Projekt „Häkeln für Heuler“ ins Leben gerufen. Die schicken selbstgehäkelten Robben, Fische, Kraken oder Wale suchten nun neue Besitzer. Da entstand die Idee, die Meisterstücke gegen eine kleine Spende im Shop anzubieten. Dieses Projekt war sehr erfolgreich und nun wollen wir mehr!

„Häkel Watt“

Wir möchten den Lebensraum der Seehunde nachhäkeln und die so entstehende bunte Wattenmeer- und Küstenlandschaft ab April 2017 in der Seehundstation ausstellen.

Über Hilfe bei diesem wolligen Projekt würden wir uns freuen!

Wer Lust hat, sich zu beteiligen, kann uns kleine und große Robben, Schiffe, Fische, Häuser, Möwen, Schnecken, Muscheln usw. häkeln und zusenden.
Wir freuen uns auf Eure Beteiligung!

Rückfragen beantworten wir gerne (This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.)

20.07.2016

Mitternacht, Mondschein und...

 

…zwei Robben zurück im Wattenmeer.

Piefke, der erste Heuler des Sommers 2016, und Moneypenny, die letzte Kegelrobbe aus der Wintersaison 2015/16, wurden in der Nacht vom 19.07. auf den 20.07. nach erfolgreicher Aufzucht zusammen ausgewildert.

Wir wünschen den beiden viel Glück!

 

 

19.06.2016

Nachwuchs in der Seehundstation

 

Am 11.6.2016 wurde ein männlicher Seehund in der Seehundstation Friedrichskoog geboren. Der stolzen Mama „Deern" und ihrem Jungen geht es sehr gut. Zusammen mit den beiden Seehundweibchen „Mareike" und „Lilli" schwimmen, spielen und ruhen die beiden im Forschungsbecken der Seehundstation Friedrichskoog.

 

23.05.2016

Erste Heuler in der Seehundstation

 

Die Geburtenzeit der Seehunde in Schleswig-Holstein hat im Mai begonnen und die ersten Heuler wurden in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert. Am 11. Mai wurde ein junger Seehund am Olanddamm gefunden und  der zuständige Seehundjäger Martin Sell gerufen. Bei dem Tier handelte es sich um eine wenige Tage alte Frühgeburt, die noch das lange weiße Embryonalfell trug. Nach einer gründlichen Begutachtung des Gesundheitszustandes durch den geschulten und erfahrenen Seehundjäger wurde der Heuler an die Mitarbeiter der Seehundstation Friedrichskoog zur Aufzucht übergeben.

Er brachte bei der Einlieferung 9,2 kg auf die Waage, war geschwächt aber ansonsten gesund  und wurde zunächst im Quarantänebereich versorgt. Inzwischen hat der auf den Namen „Piefke“ getaufte Heuler einen großen Teil des Embryonalfells verloren und ist sehr aktiv und munter. Am Wochenende konnte er daher in den Aufzuchtbereich umziehen, in dem sich außer ihm Kegelrobbenjungtiere aus dem Frühjahr und ältere Seehunde, die verletzt eingeliefert wurden, befinden. Er wird dort nicht lange allein bleiben, denn am Wochenende wurden mit „Heintje“ und „Smutje“ bereits weitere Heuler eingeliefert, die sich in der Quarantäne befinden.

Die Robben sind für die Besucher der Seehundstation aus dem Informationszentrum Seehund, vom Aussichtsturm und über eine Kamera zu sehen. Bitte beachten Sie die verschiedenen Fütterungszeiten der Tiere auf der Homepage. Mitarbeiter informieren die Gäste während der Fütterungen über die beiden heimischen Robbenarten, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Seehunden und Kegelrobben im Wattenmeer. Die Hauptgeburtenzeit der Seehunde im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat gerade erst begonnen. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist daher ausgesprochen wichtig.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, die Nationalparkverwaltung und die Seehundstation Friedrichskoog bitten, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern einzuhalten. Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:

  • Seehunde nicht anfassen.
  • Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
  • Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige, speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

 

 

22.12.2015

Drei junge Kegelrobben werden in der Seehundstation versorgt

 „Kalle“ wurde am 15.12.2015 im Alter von ca. 10 Tagen auf der Helgoländer Düne von seiner Mutter getrennt. Er war zwischen sie und einen erwachsenen Kegelrobbenbullen geraten, der an seiner Mutter interessiert war. Dabei wurde er durch einen Biss verletzt und die Mutter kehrte anschließend nicht zu ihm zurück. Auch weitere Beobachtungen des Helgoländer Seehundjägers Michael Janßen und der Dünenrangerin Katharina Tilly in den nächsten Stunden belegten, dass er den Kontakt dauerhaft verloren hatte. Michael  Janßen  übergab  die  junge  23,3  kg  schwere  Kegelrobbe  zur  Aufzucht  an  die  einzige  vom  Land  Schleswig-Holstein autorisierte Seehundstation in Friedrichskoog, da er in diesem Alter noch nicht allein überlebensfähig ist.  
 
Nach einer Woche in einem der neuen großen Quarantänebecken ist sein Zustand stabil und die Wunden heilen gut. Er kann in den Aufzuchtbereich  umziehen  und  von  den  Besuchern  der  Seehundstation  beobachtet  werden.  Trotz  seines  langen  hellen Embryonalfells - auch als Lanugo bezeichnet- mit dem die Kegelrobben zur Welt kommen und zunächst meist das Wasser meiden bis  der  erste  Fellwechsel,  der  direkt  im  Anschluss  an  die  Säugezeit  beginnt,  abgeschlossen  ist,  ist  er  schon  ein  begeisterter Schwimmer. 
 
Der  Aufzuchtbereich  ist  für  Besucher  nicht  direkt  zugänglich,  kann  aber  vom  Informationszentrum,  über  die  Kameras  und  vom Aussichtsturm  gut  beobachtet  werden.    Die  Gäste  der  Seehundstation  erhalten  während  der  Fütterungen  Informationen  über Kegelrobben und das richtige Verhalten gegenüber diesen heimischen Wildtieren im Freiland. In  den  vergangenen  Tagen  wurden  zwei  weitere  männliche  Kegelrobben  eingeliefert,  die  jedoch  noch  im  Quarantänebereich versorgt werden müssen. Die dauerhafte Trennung vom Muttertier ist bei jungen Kegelrobben selten der Fall. Kegelrobbenmütter halten sich oft auch längere Zeit nicht bei ihrem Jungtier auf, kehren dann aber zum Säugen zurück. Wenn die höher gelegenen Wurfplätze im Wattenmeer überspült werden, kommen Mütter und Jungtiere auch an die Strände der Inseln Sylt und Amrum. Die zuständigen Seehundjäger richten dann gemeinsam mit den betreuenden Naturschutzverbänden flexible Ruhezonen ein. Wie bei Seehunden erkennen Muttertiere das Jungtier am Geruch und am Rufen. Sie werden auch an Land vom Muttertier entwöhnt und beginnen  dann,  ihr  Lanugo  zu  verlieren.  In  dieser  Zeit  zehren  sie  von  der  Speckschicht.  Erst  nach  dem  Fellwechsel  gehen  sie selbständig auf Nahrungssuche. Es ist daher bei Kegelrobben nicht ungewöhnlich, wenn Jungtiere allein am Strand liegen!!!


Beim Fund einer jungen Kegelrobbe gilt ebenso wie bei Seehunden:
 
1. Kegelrobben nicht anfassen
2. Weiten Abstand einhalten und Hunde fernhalten
3. Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen
 
Der  zuständige  Seehundjäger  entscheidet  über  die  weitere  Vorgehensweise.  Nur  die  staatlich  bestellten  Seehundjäger  sind berechtigt, die Tiere zu bergen und ggf. in die Seehundstation Friedrichskoog zu bringen. 

 

 

 

22.11.2015

Die Wurfsaison der Kegelrobben hat begonnen!

 

 Die Kegelrobbe ist, neben dem Seehund, die zweite heimische Robbenart in Deutschland. Einst dominierte sie das gesamte Wattenmeer und war sogar weiter verbreitet als der Seehund. Doch Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kegelrobbe hierzulande nahezu ausgerottet.

Erst Mitte des 20. Jh. wurden Sichtungen vor der niederländischen, deutschen und dänischen Küste wieder häufiger und heute haben die Tiere das Wattenmeer zurückerobert. Mittlerweile haben sich in Deutschland drei Kolonien gebildet: die erste etablierte sich in den 1960er auf den Knobsänden westlich von Amrum. Seit den 90er Jahren hat sich die Helgoländer Düne als ein weiterer wichtiger Rast- und Wurfplatz außerhalb des Wattenmeeres entwickelt. Eine dritte kleinere Kolonie, in der auch Jungtiere geboren und aufgezogen werden, befindet sich bei den Inseln Borkum, Juist und Norderney. Obwohl sich die Situation der Kegelrobben im Wattenmeer stetig verbessert, gelten die Tiere hier nach wie vor als selten und gefährdet. Heute leben im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ungefähr 120 Kegelrobben und um Helgoland etwa 555 Tiere. In der Geburtensaison 2014/2015 wurden in Schleswig-Holstein ~250 Jungtiere geboren.

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei , die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände  um die Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Es können z.B. flexible Ruhezonen für die Jungtiere eingerichtet werden und die Verbände informieren Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Beim Fund eines Kegelrobbenjungtieres auf Föhr und Amrum können Sie sich direkt an den Seehundjäger bzw. die Naturschutzverbände wenden:

  • Helgoland      Seehundjäger siehe aktueller Aushang am Fähranleger

       04725 – 7787 (Verein Jordsand)

  • Amrum           04682-1635 (Öömrang Ferian i.f.)

       04682-2718 (Schutzstation Wattenmeer)

  • Föhr               04681-1313 (Schutzstation Wattenmeer)

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Nur die Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler einzuliefern!

 

 

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