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Eine dauerhaft in der Seehundstation lebende Gruppe von Robben ermöglicht dem Besucher die ganzjährige Beobachtung der Tiere. Dabei handelt es sich um Seehunde und seit der Erweiterung 2006 auch um Kegelrobben. Diese Robben konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht ausgewildert werden, oder wurden in Gefangenschaft geboren. Ein großzügiges, naturnah angelegtes Beckensystem, das 800 m3 Meerwasser fasst, ermöglicht die Beobachtung der beiden heimischen Robbenarten sowohl an Land als auch unter Wasser. Seehunde und Kegelrobben können ein Alter von bis zu 40 Jahren erreichen. Da die Beckenkapazität begrenzt ist, wird die Zahl der Geburten mit Hilfe von Verhütungsmitteln reguliert. Folgende Tiere leben derzeit in der Seehundstation:

 Seehund

 


Seehund "Deern" ist seit 1985 in der Station und das älteste Tier im großen Becken. Ihr Fell ist sehr dunkel und stark gefleckt, besonders auf der Bauchseite. Daran ist sie am Unterwasserfenster leicht zu erkennen. Auf der Stirn neben dem rechten Auge hat sie einen deutlichen weißen Strich. Ihre Barthaare sind besonders lang und kräftig. Oftmals schläft sie senkrecht stehend im Wasser, so dass nur der Kopf zu sehen ist.  

 Seehund


Seehund "Lümmel" ist seit 1987 in der Station. Er ist der größte und schwerste Seehund, der den höchsten Rang in der Gruppe hat. "Lümmel" ist an dem großen, runden und sehr dunkel gefärbten Kopf gut zu erkennen. Nach einer Viruserkrankung im Jahr 1998 ist er inzwischen blind, was ihn jedoch nicht beeinträchtigt. Tagsüber sind seine Augen meistens weit geöffnet, in der Dunkelheit ist die weiße Trübung des Augenhintergrundes deutlich zu erkennen. Er hält sich zum Ruhen und Schlafen gerne im Absperrbecken oder im Flachwasserbereich vor der Forschungshütte auf.

 Seehund  

 



Seehund "Hein" wurde 1997 in Friedrichskoog geboren. Wie sein Vater Lümmel hat er einen großen runden, dunklen Kopf und mit etwas Phantasie kann man weiße Striche in Form eines "H" auf der Stirn erkennen. Häufig hört man ihn schon von weitem das Nebelhorn imitieren oder grunzen und "blubbern", um den Weibchen zu imponieren. Er ist sehr aktiv und lebhaft, tobt durchs Wasser oder sitzt auf seinen Hinterflossen im Absperrbecken. Sein liebster Sonnenplatz ist der Stein gegenüber vom Wasserfall. Regelmäßig schläft er, auf dem Rücken liegend, auf der Insel.

 Seehund  

Seehund "Mareike" kam 2002 als Heuler aus dem Hamburger Hafen in die Station und konnte nicht ausgewildert werden. An der linken Vorderflosse wurde ihr eine Kralle entfernt, so dass sie dort nur vier Krallen hat - dies ist am Unterwasserfenster gut zu erkennen. Sie ist sehr dunkel gefärbt, hat eine langgezogene Schnauze und nur wenige Striche im Gesicht. Sie flippert gerne mit Lilli um die Wette.

 Seehund  


Seehund "Lilli" wurde 2003 in der Station geboren. Sie hat einen kleinen weißen Fleck auf dem Nasenrücken und eine deutliche weiße Zeichnung auf der Stirn. Lilli ist sehr aktiv, tobt mit Hein oder Mareike durch das Becken und "glitscht" gerne mit Schwung über die Insel. Am Unterwasserfenster flirtet und spielt sie oft mit den Besuchern.

 Kegelrobbe  

 


Kegelrobbe "Juris" wurde 2005 im Litauischen Meeresmuseum in Klaipeda geboren. Seit Februar 2006 lebt er in der Seehundstation Friedrichskoog. Juris ist an seinem großen, dunklen Kopf zu erkennen, der im Gegensatz zu Seehunden eine deutlich längere Schnauze aufweist. Untypisch für männliche Kegelrobben ist seine eher heller Fellzeichnung an den Körperseiten.  Wenn er Fisch haben möchte, schlägt er oftmals mit beiden Vorderflossen auf die Wasseroberfläche und macht sich lautstark bemerkbar.

 Kegelrobbe
Auch Kegelrobbe "Nemirseta" wurde 2005 geboren und als Jungtier geschwächt und unterernährt in der Nähe des Ortes Nemirseta an der litauischen Ostseeküste gefunden. Zur Pflege und Aufzucht kam sie in das Litauische Meeresmuseum. Es war nicht möglich sie wieder auszuwildern, da Nemirseta sich nicht selbständig ernähren konnte. Sie kam 2006 zusammen mit "Juris" aus Litauen in die Seehundstation Friedrichskoog. "Nemi", wie sie von uns genannt wird, ist an ihrem hellen Fell mit den dunklen Punkten und an den sehr langen Krallen an den Vorderflossen zu erkennen. Im Vergleich zu "Juris" ist sie kleiner und zierlicher. Sie ist sehr neugierig und an allem interessiert, was in ihrer Umgebung passiert.

  • Neuigkeiten

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    Die "Robben der Welt" kommen nach Friedrichskoog
    Die neue Erlebnis-Ausstellung entsteht.

    Walross

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    Zur Zeit befinden sich 48 Jungtiere in der Station.


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