Seehundstation Friedrichskoog e. V.

Mareike im Eis3

24.11.2016

Die Wurfsaison der Kegelrobben hat begonnen

Die Kegelrobbe ist, neben dem Seehund, die zweite heimische Robbenart in Deutschland. Einst dominierte sie das gesamte Wattenmeer und war sogar weiter verbreitet als der Seehund. Doch Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kegelrobbe hierzulande nahezu ausgerottet.

Erst Mitte des 20. Jh. wurden Sichtungen vor der niederländischen, deutschen und dänischen Küste wieder häufiger und heute haben die Tiere das Wattenmeer zurückerobert. Mittlerweile haben sich in Deutschland drei Kolonien gebildet: die erste etablierte sich in den 1960er auf den Knobsänden westlich von Amrum. Seit den 90er Jahren hat sich die Helgoländer Düne als ein weiterer wichtiger Rast- und Wurfplatz außerhalb des Wattenmeeres entwickelt. Eine dritte kleinere Kolonie, in der auch Jungtiere geboren und aufgezogen werden, befindet sich bei den Inseln Borkum, Juist und Norderney. Obwohl sich die Situation der Kegelrobben im Wattenmeer stetig verbessert, gelten die Tiere hier nach wie vor als selten und gefährdet. Heute leben im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ungefähr 50 Kegelrobben und um Helgoland etwa 744 Tiere. In der Geburtensaison 2015/2016 wurden in Schleswig-Holstein ~300 Jungtiere geboren.

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei, die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Robbenfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände  um die Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Es können z.B. flexible Ruhezonen für die Jungtiere eingerichtet werden und die Verbände informieren Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Beim Fund eines Kegelrobbenjungtieres auf Föhr und Amrum können Sie sich direkt an den Seehundjäger bzw. die Naturschutzverbände wenden:

  • Helgoland:       Seehundjäger siehe aktueller Aushang am Fähranleger; 04725 – 7787 (Verein Jordsand)
  • Amrum:          04682-1635 (Öömrang Ferian i.f.); 04682-2718 (Schutzstation Wattenmeer)
  • Föhr:              04681-1313 (Schutzstation Wattenmeer)

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. 

19.11.2016

Häkel Watt!

Ein Mitmach-Projekt für Freunde des Häkelns und des Wattenmeeres.

Das Team der Seehundstation hat vor einigen Jahren das Projekt „Häkeln für Heuler“ ins Leben gerufen. Die schicken selbstgehäkelten Robben, Fische, Kraken oder Wale suchten nun neue Besitzer. Da entstand die Idee, die Meisterstücke gegen eine kleine Spende im Shop anzubieten. Dieses Projekt war sehr erfolgreich und nun wollen wir mehr!

„Häkel Watt“

Wir möchten den Lebensraum der Seehunde nachhäkeln und die so entstehende bunte Wattenmeer- und Küstenlandschaft ab April 2017 in der Seehundstation ausstellen.

Über Hilfe bei diesem wolligen Projekt würden wir uns freuen!

Wer Lust hat, sich zu beteiligen, kann uns kleine und große Robben, Schiffe, Fische, Häuser, Möwen, Schnecken, Muscheln usw. häkeln und zusenden.
Wir freuen uns auf Eure Beteiligung!

Rückfragen beantworten wir gerne (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

20.07.2016

Mitternacht, Mondschein und...

 

…zwei Robben zurück im Wattenmeer.

Piefke, der erste Heuler des Sommers 2016, und Moneypenny, die letzte Kegelrobbe aus der Wintersaison 2015/16, wurden in der Nacht vom 19.07. auf den 20.07. nach erfolgreicher Aufzucht zusammen ausgewildert.

Wir wünschen den beiden viel Glück!

 

 

19.06.2016

Nachwuchs in der Seehundstation

 

Am 11.6.2016 wurde ein männlicher Seehund in der Seehundstation Friedrichskoog geboren. Der stolzen Mama „Deern" und ihrem Jungen geht es sehr gut. Zusammen mit den beiden Seehundweibchen „Mareike" und „Lilli" schwimmen, spielen und ruhen die beiden im Forschungsbecken der Seehundstation Friedrichskoog.

 

23.05.2016

Erste Heuler in der Seehundstation

 

Die Geburtenzeit der Seehunde in Schleswig-Holstein hat im Mai begonnen und die ersten Heuler wurden in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert. Am 11. Mai wurde ein junger Seehund am Olanddamm gefunden und  der zuständige Seehundjäger Martin Sell gerufen. Bei dem Tier handelte es sich um eine wenige Tage alte Frühgeburt, die noch das lange weiße Embryonalfell trug. Nach einer gründlichen Begutachtung des Gesundheitszustandes durch den geschulten und erfahrenen Seehundjäger wurde der Heuler an die Mitarbeiter der Seehundstation Friedrichskoog zur Aufzucht übergeben.

Er brachte bei der Einlieferung 9,2 kg auf die Waage, war geschwächt aber ansonsten gesund  und wurde zunächst im Quarantänebereich versorgt. Inzwischen hat der auf den Namen „Piefke“ getaufte Heuler einen großen Teil des Embryonalfells verloren und ist sehr aktiv und munter. Am Wochenende konnte er daher in den Aufzuchtbereich umziehen, in dem sich außer ihm Kegelrobbenjungtiere aus dem Frühjahr und ältere Seehunde, die verletzt eingeliefert wurden, befinden. Er wird dort nicht lange allein bleiben, denn am Wochenende wurden mit „Heintje“ und „Smutje“ bereits weitere Heuler eingeliefert, die sich in der Quarantäne befinden.

Die Robben sind für die Besucher der Seehundstation aus dem Informationszentrum Seehund, vom Aussichtsturm und über eine Kamera zu sehen. Bitte beachten Sie die verschiedenen Fütterungszeiten der Tiere auf der Homepage. Mitarbeiter informieren die Gäste während der Fütterungen über die beiden heimischen Robbenarten, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Seehunden und Kegelrobben im Wattenmeer. Die Hauptgeburtenzeit der Seehunde im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat gerade erst begonnen. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist daher ausgesprochen wichtig.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, die Nationalparkverwaltung und die Seehundstation Friedrichskoog bitten, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern einzuhalten. Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:

  • Seehunde nicht anfassen.
  • Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
  • Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige, speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

 

 

22.12.2015

Drei junge Kegelrobben werden in der Seehundstation versorgt

 „Kalle“ wurde am 15.12.2015 im Alter von ca. 10 Tagen auf der Helgoländer Düne von seiner Mutter getrennt. Er war zwischen sie und einen erwachsenen Kegelrobbenbullen geraten, der an seiner Mutter interessiert war. Dabei wurde er durch einen Biss verletzt und die Mutter kehrte anschließend nicht zu ihm zurück. Auch weitere Beobachtungen des Helgoländer Seehundjägers Michael Janßen und der Dünenrangerin Katharina Tilly in den nächsten Stunden belegten, dass er den Kontakt dauerhaft verloren hatte. Michael  Janßen  übergab  die  junge  23,3  kg  schwere  Kegelrobbe  zur  Aufzucht  an  die  einzige  vom  Land  Schleswig-Holstein autorisierte Seehundstation in Friedrichskoog, da er in diesem Alter noch nicht allein überlebensfähig ist.  
 
Nach einer Woche in einem der neuen großen Quarantänebecken ist sein Zustand stabil und die Wunden heilen gut. Er kann in den Aufzuchtbereich  umziehen  und  von  den  Besuchern  der  Seehundstation  beobachtet  werden.  Trotz  seines  langen  hellen Embryonalfells - auch als Lanugo bezeichnet- mit dem die Kegelrobben zur Welt kommen und zunächst meist das Wasser meiden bis  der  erste  Fellwechsel,  der  direkt  im  Anschluss  an  die  Säugezeit  beginnt,  abgeschlossen  ist,  ist  er  schon  ein  begeisterter Schwimmer. 
 
Der  Aufzuchtbereich  ist  für  Besucher  nicht  direkt  zugänglich,  kann  aber  vom  Informationszentrum,  über  die  Kameras  und  vom Aussichtsturm  gut  beobachtet  werden.    Die  Gäste  der  Seehundstation  erhalten  während  der  Fütterungen  Informationen  über Kegelrobben und das richtige Verhalten gegenüber diesen heimischen Wildtieren im Freiland. In  den  vergangenen  Tagen  wurden  zwei  weitere  männliche  Kegelrobben  eingeliefert,  die  jedoch  noch  im  Quarantänebereich versorgt werden müssen. Die dauerhafte Trennung vom Muttertier ist bei jungen Kegelrobben selten der Fall. Kegelrobbenmütter halten sich oft auch längere Zeit nicht bei ihrem Jungtier auf, kehren dann aber zum Säugen zurück. Wenn die höher gelegenen Wurfplätze im Wattenmeer überspült werden, kommen Mütter und Jungtiere auch an die Strände der Inseln Sylt und Amrum. Die zuständigen Seehundjäger richten dann gemeinsam mit den betreuenden Naturschutzverbänden flexible Ruhezonen ein. Wie bei Seehunden erkennen Muttertiere das Jungtier am Geruch und am Rufen. Sie werden auch an Land vom Muttertier entwöhnt und beginnen  dann,  ihr  Lanugo  zu  verlieren.  In  dieser  Zeit  zehren  sie  von  der  Speckschicht.  Erst  nach  dem  Fellwechsel  gehen  sie selbständig auf Nahrungssuche. Es ist daher bei Kegelrobben nicht ungewöhnlich, wenn Jungtiere allein am Strand liegen!!!


Beim Fund einer jungen Kegelrobbe gilt ebenso wie bei Seehunden:
 
1. Kegelrobben nicht anfassen
2. Weiten Abstand einhalten und Hunde fernhalten
3. Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen
 
Der  zuständige  Seehundjäger  entscheidet  über  die  weitere  Vorgehensweise.  Nur  die  staatlich  bestellten  Seehundjäger  sind berechtigt, die Tiere zu bergen und ggf. in die Seehundstation Friedrichskoog zu bringen. 

 

 

 

22.11.2015

Die Wurfsaison der Kegelrobben hat begonnen!

 

 Die Kegelrobbe ist, neben dem Seehund, die zweite heimische Robbenart in Deutschland. Einst dominierte sie das gesamte Wattenmeer und war sogar weiter verbreitet als der Seehund. Doch Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kegelrobbe hierzulande nahezu ausgerottet.

Erst Mitte des 20. Jh. wurden Sichtungen vor der niederländischen, deutschen und dänischen Küste wieder häufiger und heute haben die Tiere das Wattenmeer zurückerobert. Mittlerweile haben sich in Deutschland drei Kolonien gebildet: die erste etablierte sich in den 1960er auf den Knobsänden westlich von Amrum. Seit den 90er Jahren hat sich die Helgoländer Düne als ein weiterer wichtiger Rast- und Wurfplatz außerhalb des Wattenmeeres entwickelt. Eine dritte kleinere Kolonie, in der auch Jungtiere geboren und aufgezogen werden, befindet sich bei den Inseln Borkum, Juist und Norderney. Obwohl sich die Situation der Kegelrobben im Wattenmeer stetig verbessert, gelten die Tiere hier nach wie vor als selten und gefährdet. Heute leben im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ungefähr 120 Kegelrobben und um Helgoland etwa 555 Tiere. In der Geburtensaison 2014/2015 wurden in Schleswig-Holstein ~250 Jungtiere geboren.

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei , die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände  um die Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Es können z.B. flexible Ruhezonen für die Jungtiere eingerichtet werden und die Verbände informieren Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Beim Fund eines Kegelrobbenjungtieres auf Föhr und Amrum können Sie sich direkt an den Seehundjäger bzw. die Naturschutzverbände wenden:

  • Helgoland      Seehundjäger siehe aktueller Aushang am Fähranleger

       04725 – 7787 (Verein Jordsand)

  • Amrum           04682-1635 (Öömrang Ferian i.f.)

       04682-2718 (Schutzstation Wattenmeer)

  • Föhr               04681-1313 (Schutzstation Wattenmeer)

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Nur die Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler einzuliefern!

 

 

13.09.2015

"Seefeuer" - Eine besondere Veranstaltung am 16.10.2015

 

16.10. Lesung: „Seefeuer“  
Die Autorin Elisabeth Herrmann liest aus ihrem Jugendroman „Seefeuer“. Einer der Handlungsorte ist die Seehundstation Friedrichskoog…

Beginn: 15:00 Uhr

 

Über das Buch:

"Marie Vosskamp kann nicht fassen, welchen Freund sich ihre Mutter nach dem Tod ihres Vaters zugelegt hat! Kein Stück traut sie Magnus, der in Windeseile das Kommando über das Vosskamp´sche Familienunternehmen übernimmt - und ihre Mutter auch noch heiraten will! Marie haut ab, um endlich ihre Träume zu verwirklichen, nach Friedrichskoog an die Nordsee, wo sie mit einem begehrten Praktikum ihrem Wunsch, Meeresbiologin zu werden, ein bisschen näher kommt. Dort lernt sie auch den attraktiven Vince kennen, der sich als Schatzsucher für das alte Schiffswrack der Trinity interessiert, das vor der Küste aufgetaucht ist. Mit der Trinity, die in den 50er Jahren in einem schrecklichen Unglück gesunken ist, heben sich dunkle Geheimnisse, die viel mehr mit Marie zu tun haben, als sie sich je hätte vorstellen können. Geheimnisse, die manche lüften und andere um jeden Preis verbergen wollen ..."

Über die Autorin:

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Nach diversen beruflichen Stationen holte sie auf dem Frankfurter Abendgymnasium das Abitur nach und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau mit Jan Josef Liefers, "Zeugin der Toten" mit Anna Loos in der Hauptrolle (alle ZDF). Für dieses Buch erhielt Elisabeth Herrmann den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis. „Das Dorf der Mörder“ mit der kroatischen Polizistin Sanela Beara stand monatelang auf der Bestsellerliste – „Der Schneegänger“ ist der zweite Fall für ihre eigenwillige Heldin. Elisabeth Herrmann lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

 

Pressestimmen:

"Ein gelungene Mischung aus Thriller und Romanze." Westfälische Nachrichten

"ein Pageturner" Börsenblatt

"Spannend bis zur letzten Seite" Segel Journal

"temporeich geschrieben und fesselt bis zur letzten Seite" Cellesche Zeitung

"Packend und tiefgreifend wie das Meer." Quo vadis

„Seefeuer ist Elisabeth Herrmanns dritter Thriller für junge Leser, der mich wie “Lilienblut”, restlos überzeugt hat. Bloggerstimme

"Ein atmosphärisch dichter Krimi" Christina Ulm / STUBE

"Insgesamt bleibt dieser Roman als temporeicher, emotional packender Thriller in Erinnerung, mit faszinierenden und zum Teil ungewöhnlichen Schauplätzen" titel-kulturmagazin.net

 

04.08.2015

30 Jahre Seehundstation Friedrichskoog

 

Ein Grund zum Feiern! Am 05. August wird das 30-jährige Bestehen mit dem großen Seehund-Sommerfest gefeiert. An diesem Tag warten besondere Aktionen wie Kinderschminken, Puppentheater, Tombola, Führungen für Kinder und Erwachsene und vieles mehr auf Sie! Kinder haben am Stationsgeburtstag freien Eintritt und die Erwachsenen zahlen den Kinderpreis - Egal ob Groß oder Klein: Für jeden ist etwas dabei!
Wir freuen uns auf viele Gäste, um diesen besonderen Tag mit uns zu feiern!

Impressionen aus den letzten Jahren

        

11.07.2015

Drei auf einen Streich - erste Heulerauswilderung im Jubiläumsjahr

 

Nach einer nur knapp sechswöchigen Aufzucht in der Seehundstation Friedrichskoog kann der erste Heuler der Saison „Thies“, der am 27.05. in St. Peter-Ording gefunden und vom zuständigen Seehundjäger an die Station übergeben wurde, mit einem Gewicht von 27 kg wieder in die Freiheit entlassen werden. Der junge Seehund wurde im Jubiläumsjahr nach Thies Peter Claußen, dem langjährigen Vorsitzenden der Seehundstation benannt. Nachdem der Heuler zunächst in der Quarantänestation ein wenig Sorgen machte, entwickelte er sich im Aufzuchtbereich in der Kleingruppe sehr gut und lernte schnell selbstständig zu fressen, so dass er in das Auswilderungsbecken umziehen konnte. Nach einem rekordverdächtig kurzen Aufenthalt in der Seehundstation darf er nun zurück ins Wattenmeer gebracht werden.

Mit ihm verlassen „Benny“, ein zweijähriger Seehund, der in Hamburg am Elbstrand gefunden wurde und „Holger“, eine junge Kegelrobbe des Winters 2014/15, der in einer spektakulären Rettungsaktion von drei Seehundjägern aus einer Schützenkammer der Schleuse Brunsbüttel geborgen wurde, die Station.

Am 10.07.2015 wurden die drei in Transportkisten verladen. Mit dem kleinen Boot von Axel Rohwedder ging es hinaus ins Wattenmeer, um die Robben im Bereich des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer über Bord zu setzen.

Insgesamt wurden im Sommer 2015 bisher 146 Heuler von den Seehundjägern zur Aufzucht an die Seehundstation Friedrichskoog übergeben. Auch wenn die Hauptgeburtenzeit vorüber ist, werden noch täglich Seehunde auf den Sandbänken geboren. Auch in den vergangenen Tagen wurden entsprechend wenige Tage alte Heuler eingeliefert. Diese in den letzten Wochen geborenen Jungtiere werden noch gesäugt. Daher gilt bei der Sichtung eines Jungtieres:

Bitte auf keinen Fall anfassen und umgehend den zuständigen Seehundjäger benachrichtigen.

Um Störungen der Seehunde zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern zu den Wildtieren eingehalten werden. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist ausgesprochen wichtig

Der Seehundjäger entscheidet vor Ort, ob das Tier der Hilfe bedarf und in die Seehundstation gebracht werden muss. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

Am 05.08. feiert die Seehundstation ihren 30. Geburtstag mit dem Seehund-Sommerfest. Im Jubiläumsjahr gibt es viele Sonderveranstaltungen! Den aktuellen Veranstaltungskalender und die Fütterungszeiten der Heuler sowie der Dauerhaltungstiere finden Sie unter www.seehundstation-friedrichskoog.de.

 

04.06.2015

Erste Heuler in der Seehundstation

 

Die Geburtenzeit der Seehunde in Schleswig-Holstein hat begonnen und die ersten Heuler wurden in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert. Am 27. Mai wurde der Seehundjäger Karl-Heinz Hildebrandt nach St. Peter-Ording gerufen. Bei dem jungen Seehund handelte es sich um ein wenige Tage altes Tier. Nach einer gründlichen Begutachtung des Gesundheitszustandes durch den speziell geschulten Seehundjäger wurde der Heuler an die Mitarbeiter der Seehundstation Friedrichskoog zur Aufzucht übergeben.

Zum 30. Geburtstag der Seehundstation Friedrichskoog wurde der „Jubiläumsheuler“ nach dem langjährigen Vorsitzenden Thies Peter Claußen „Thies“ getauft. Er brachte 11,6 kg auf die Waage, machte aber in den ersten Tagen in der Quarantäne Sorgen, da er sehr geschwächt war. Nun hat sich der Gesundheitszustand soweit stabilisiert, dass er zusammen mit den kurz nach ihm eingelieferten Heulern „Bibo“, „Lio“ und „Lillifee“ aus der Quarantäne in den  Aufzuchtbereich umziehen kann. Am  Donnerstag, den 04.06.2015, werden sie der Öffentlichkeit vorgestellt und ziehen zur 9 Uhr Fütterung um.

Die Heuler-Fütterungen während der Öffnungszeiten der Seehundstation finden um 9:00h, 12:30h und 16:30h statt und können  von den Besuchern  der Station vom Seminarraum aus beobachtet werden. Mitarbeiter informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Seehunden im Wattenmeer. Die Hauptgeburtenzeit im Nationalpark hat gerade erst begonnen. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist daher ausgesprochen wichtig.  

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, die Nationalparkverwaltung und die Seehundstation Friedrichskoog bitten, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern einzuhalten. Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:

  • Seehunde nicht anfassen.
  • Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
  • Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige, speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

 

 

März 2013

Erweiterung des Heulerbereichs

Die Winterpause ist vorbei und in der Seehundstation Friedrichskoog e.V. wird weitergebaut!

Um die Bedingungen für die Jungtieraufzucht und –rehabilitation weiterhin auf hohem Niveau halten zu können, wird der Aufzuchtbereich um vier weitere Becken erweitert.

Die Erweiterung wird mit einem Betrag von 52.000 € von der Umweltlotterie BINGO! gefördert. Die restlichen Kosten mussten vom Trägerverein der Seehundstation aufgebracht werden.

Am 1. November wurde Edgar als letzter „echter Heuler“ des Sommers 2012 erfolgreich ausgewildert. Die im Sommer 2012 aufgezogenen Jungtiere sind ebenso wie die im Herbst rehabilitierten Jungtiere ausgewildert worden. Während der Wintermonate 2012/2013 wurden bisher sieben junge Kegelrobben in die Station eingeliefert.

Als Heuler werden nur die Jungtiere bezeichnet, die während der Säugezeit dauerhaft von der Mutter getrennt werden. Die Geburtenzeit der Seehunde ist von Mai bis Juli. Anschließend werden die Jungen werden vier bis sechs Wochen gesäugt.  Kegelrobben hingegen gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar geboren und zwei bis drei Wochen gesäugt.

Bei der Sichtung eines solchen Jungtieres gilt:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen und umgehend den zuständigen Seehundjäger benachrichtigen.
  • Um Störungen der Seehunde zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern zu den Wildtieren eingehalten werden.
  • Der Seehundjäger entscheidet vor Ort, ob das Tier der Hilfe bedarf und in die Seehundstation gebracht werden muss.

In der Seehundstation werden neben Heulern auch Robben rehabilitiert, die verletzt oder geschwächt an der schleswig-holsteinischen Küste aufgefunden werden.

 

 

 

10.05.2013

Abschied von Lümmel

Am 06. Mai 2013, verstarb unser ältestes Seehundmännchen Lümmel. Altersbedingt war seine Gesundheit schon seit längerem leicht angeschlagen und er wurde über mehrere Jahre erfolgreich behandelt. Seit einigen Wochen musste er zusätzliche mit weiteren Medikamenten versorgt werden, was zunächst zu einer Besserung führte. Leider konnten wir am Montag Abend nichts mehr für ihn tun.

Um Gewissheit über die Todesursache zu bekommen, ist eine Autopsie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover durchgeführt worden. Lümmel hatte Herz- und Nierenprobleme, die zu seinem Tod führten.

 

Lümmels Leben in der Seehundstation

Lümmel kam 1987 – zwei  Jahre nach Gründung der Seehundstation in Friedrichskoog - als Heuler in die Seehundstation. Er hat sein ganzes Leben hier verbracht. Lediglich im Sommer 1991, als das Dauerhaltungsbecken neu gebaut wurde, ist er zusammen mit unseren anderen dauerhaft in der Station lebenden Seehunden in der Seehundstation Norddeich untergebracht worden.

Nach einer Viruserkrankung im Jahr 1998 ist er erblindet, was ihn jedoch nicht beeinträchtigt hat.

Lümmel ist der Vater von Hein (geboren 1997) und Lilli (geboren 2004).

Bei den Gästen der Station war Lümmel stets sehr beliebt, da er eine außergewöhnliche Seehund-Persönlichkeit war. Einige Besucher kamen fast jedes Jahr, um „ihren“ Lümmel wiederzusehen.  Durch seine vielen TV-Auftritte ist er auch überregional bekannt geworden. Zuletzt war er regelmäßig bei Seehund, Puma & Co. zu sehen.

Er hat im Laufe seines Lebens bei mehreren Forschungsprojekten mitgearbeitet und hat so dabei geholfen, mehr über die Biologie von Seehunden herauszufinden.

 

Wir vermissen unseren Lümmel sehr...

 

 

18.07.2013

Hamburger Heuler "Reiner" in der Seehundstation Friedrichskoog e.V.

 

Der in Hamburg gefundene Heuler "Reiner" ist am 16.7.2013 in die Seehundstation eingeliefert worden und wird derzeit  in der Quarantäne versorgt. Sein Zustand ist weiterhin kritisch.

Die Seehundstation Friedrichskoog bittet, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern einzuhalten. Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:

1. Seehunde nicht anfassen.

2. Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.

3. Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund wird jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein.

 

aktueller Nachtrag 18.07.2013: Reiner ist leider verstorben.

 

 

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12.12.2018

Junge Robben in der Seehundstation:

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Der gesamte Aufzuchtbereich ist für Besucher nicht zugänglich. Videokameras ermöglichen Ihnen aber eine störungsfreie Beobachtung der... Weiter ...

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