Seehundstation Friedrichskoog 

Heuler mit Fisch

15.10.2019

Junge Robben in der Seehundstation:

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Der gesamte Aufzuchtbereich ist für Besucher nicht zugänglich. Videokameras ermöglichen Ihnen aber eine störungsfreie Beobachtung der Jungtiere. Zudem ist der Aufzuchtbereich vom Aussichtsturm und von den Fenstern des Seminarraums gut einzusehen.  Mitarbeiter informieren die Gäste  während der Fütterungen über  die  Jungtiere,  die  Arbeit  der  Station  und  das  richtige  Verhalten  gegenüber Seehunden. 

Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist auch im Freiland ausgesprochen wichtig. Der  Landesjagdverband  Schleswig-Holstein,  die  Nationalparkverwaltung  und  die  Seehundstation  Friedrichskoog bitten,  in  der  freien  Wildbahn  einen  großen  Abstand  zu  den  Meeressäugern  einzuhalten.  Beim  Fund  eines  allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden

1. Robben nicht anfassen.

2. Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.

3. Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

25.07.2019

So schnell wie nie! - Erste Heuler-Auswilderung

Heute Mittag wurden die ersten 8 Jungtiere der bisher 197 aufgenommenen Seehund-Heuler wieder im Wattenmeer frei gelassen. Von Der Seehundstation ging es nach Büsum um mit dem LKN Schiff "Trischen" auf die Nordsee.

Dabei stellte die junge Seehunddame "Marijke" einen neuen Rekord auf. Bereits nach 33 Tagen in der Aufzuchtstation vermehrte sie ihr Gewicht von 14,8 kg auf 26,1 kg und schwimmt nun wieder in der Nordsee. So schnell war bisher kein anderes Tier!

Mit ihr wurden sieben weitere ehemalige Heuler in die Freiheit entlassen. "Lara", "Spezi", "Kurti", "Charly", "Lieschen", "Sumo" und "Spätzle" haben alle ein gutes Speckpolster, von dem sie in den ersten Wochen im Wattenmeer zehren können.

Auch wenn sich die Hauptgeburtenzeit dem Ende zuneigt, werden noch Seehunde auf den Sandbänken geboren. Diese in den letzten Tagen und Wochen geborenen Jungtiere werden noch gesäugt, andere Tiere sind bereits abgestillt und nun selbständig unterwegs. Daher gilt bei der Sichtung einer jungen Robbe:

- Bitte auf keinen Fall anfassen und umgehend den zuständigen Seehundjäger benachrichtigen.
- Um Störungen der Seehunde zu vermeiden, sollte ein größtmöglicher Abstand zu den Wildtieren eingehalten werden. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist ausgesprochen wichtig
- Der Seehundjäger entscheidet vor Ort, ob das Tier der Hilfe benötigt und in die Seehundstation gebracht werden muss.

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Robben zu bergen.

 

08.06.2019

Erste Heuler in der Seehundstation

Am 14. Mai wurde „Pepe“, damals noch im langen weißen Embryonalfell, auf Hallig Hooge geborgen. Mittlerweile wiegt er 7,7 kg und frisst bereits kleine Fische.

Heute ist er zur 11-Uhr-Fütterung aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umgezogen. Er wird sich das Aufzuchtbecken mit „Schnuffy“ von Hallig Langeness, „Moritz“ aus der Meldorfer Bucht, “Lara“ aus Büsum und „Klabauter“ von Amrum teilen.

Die jungen Robben sind für die Besucher aus dem Informationszentrum Seehund, vom Aussichtsturm und über eine Kamera zu sehen. Während der Fütterungen, derzeit um 11:00 und 15:30 Uhr, informieren unsere Mitarbeiter über die beiden heimischen Robbenarten, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Seehunden und Kegelrobben im Wattenmeer.

„Heuler“ werden die Jungtiere genannt, die während der Säugezeit von ihrer Mutter getrennt wurden. Nach einer Trennung, zum Beispiel während der Nahrungssuche der Mutter oder durch eine vom Menschen verursachte Störung, können sich Mutter und Jungtier wieder finden. Das Heulen dient dann der Kontaktaufnahme und Wiedererkennung.

Ein respektvoller Umgang und rücksichtsvolles Verhalten beim Fund eines Seehundes ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit ausgesprochen wichtig. Wenn Ihr eine Robbe findet, beachtet bitte folgende Verhaltensregeln:
1. Seehunde nicht anfassen. 
2. Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
3. Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

 

 

 

 

 

 

11.05.2019

Geburtenzeit der Seehunde hat begonnen

   Foto: junger Seehund am Deich im Jahr 2016

Die Geburtenzeit der Seehunde hat begonnen – auf Helgoland wurden bereits die ersten Geburten beobachtet. Die Hauptgeburtenzeit ist von Ende Mai bis Anfang Juli. Ein rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist jetzt ausgesprochen wichtig. Störungen durch den Menschen können eine Ursache für die Trennung von Mutter und Jungtier sein.

Nur dauerhaft von der Mutter getrennte junge Seehunde in den ersten Lebenswochen werden als Heuler bezeichnet. Das Heulen ist ein normaler Kontaktlaut des Jungtieres, mit dem es seine Mutter ruft, kein Klagen.

Bitte halten Sie in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern. Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:

• bitte nicht anfassen,
• Hunde fernhalten,
• weiten Abstand von mehreren hundert Metern einhalten,
• Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die staatlich bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

Es befinden sich noch keine Heuler im Aufzuchtbereich der Seehundstation Friedrichskoog. Allerdings sind einige junge Kegelrobben und Seehunde noch zur Rehabilitation im Aufzuchtbereich. Die Fütterungen finden weiterhin täglich um 12:00 und 16:0 Uhr statt.

 

 

 

 

 

 

07.05.2019

Aktuelle Bauarbeiten in der Seehundstation

Auf Grund von Bautätigkeiten vom 07.05.-10.05.2019 befinden sich die Dauerhaltungstiere gemeinsam im vorderen Dauerhaltungsbecken.

 

 

 

 

 

 

30.04.2019

Snorre freut sich auf Besuch!

Auch an Feiertagen wie dem 1. Mai, Himmelfahrt oder Pfingsten hat die Seehundstation täglich von 10:00 -18:00 Uhr geöffnet. 

Es gibt viel zu erleben! Zahlreiche Veranstaltungen in den kommenden Wochen, die Fütterungen der Dauerhaltungstiere und Jungtiere sowie ein Besuch bei Snorre & Co. am Unterwasserfenster - für jeden ist etwas dabei!

 

 

 

 

 

 

20.11.2018

Kegelrobbe "Elvis" im Aufzuchtbereich

 

Bereits am 28.10.2018 wurde die Kegelrobbe „Elvis“ – eine Frühgeburt -  auf Helgoland geboren. Der Verein Jordsand und der Helgoländer Seehundjäger Michael Janßen beobachteten ihn über einige Zeit. Nachdem die Mutter nicht zurückkehrte, wurde er am 29.10.2018 in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert. Nachdem sich der Gesundheitszustand des Tieres stabilisiert hat, ist die kleine Kegelrobbe am 20.11. aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umgezogen. Mittlerweile lernt er bereits, ganze Fische im Wasser zu fressen.

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Der gesamte Aufzuchtbereich ist vom Informationszentrum, über die Kameras und vom 17 m hohen Aussichtsturm von den Gästen der Seehundstation einsehbar. Die Fütterungen können von den Besuchern vom Seminarraum aus beobachtet werden. Mitarbeiter der Station informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Kegelrobben. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit  ausgesprochen wichtig.  

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei , die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände  um die Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Es können z.B. flexible Ruhezonen für die Jungtiere eingerichtet werden und die Verbände informieren Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

 

 

 

 

18.10.2018

Spendenübergabe aus der Aktion "Lachen für Heuler"

 

Die Seehunde sagen "Danke" für eine 500€-Spende von EDEKA Frauen - Lebensmittel in Bestform. Herr Dithmer von Edeka Frauen überreichte uns in der vergangenen Woche den Scheck über diesen tollen Betrag.
1 Euro Spende gab es für jedes Lach-Foto aus der großen "Lachen-für-Heuler" Aktion in verschiedenen Märkten in Dithmarschen und Steinburg. An vereinzelten Terminen war auch die Seehundstation mit einem Informationsstand dabei.

Wir danken EDEKA Frauen & allen Teilnehmer, die mit ihrem Lachen diese Spendenaktion ermöglicht haben.

 

 

 

16.10.2018

"Die geheime Seehundmission" in der Seehundstation

 

Am 06. Oktober 2018 fand in der Seehundstation Friedrichskoog eine ganz besondere Veranstaltung statt. Die Autorin Gisa Pauly las aus ihrem ersten Kinderkrimi „Die LeuchtturmHAIE – Oma Rosella und die geheime Seehundmission“.

Doch bevor die Lesung beginnen konnte, besichtigte Frau Pauly bei einer Kurzführung die Seehundstation und beobachtete die Fütterung der Jungtiere.  Aus dem Beobachtungsraum konnte sie auch einen Blick auf ihren Patenheuler, die kleine Gisa, werfen.

Der Lesungsraum war trotz des sonnigen Wetters gut gefüllt. Die kleinen und großen Zuhörer lauschten gebannt dem Beginn der Nordsee-Detektivgeschichte, der in einer Seehundstation spielt. Warum schleicht Fischer Olaf in der Seehundstation herum? Ist er der geheimnisvolle Heringsdieb? Plant er wirklich, die Seehunde zu vergiften? Die LeuchturmHAIE Hannes, Inga und Emil wollen diesem Geheimnis  auf den Grund gehen...

Es ging jedoch nicht nur um die geheime Seehundmission – Frau Pauly wusste auch mit interessanten Fakten über Seehunde zu begeistern. Bei einem spannenden Robbenquiz bewiesen besonders die kleinen Gäste, dass sie bereits echte Robbenexperten sind. Zur Belohnung gab es natürlich salzige Heringe!

Gerade als es richtig spannend wurde, war die Lesezeit leider vorbei. Schade – wir hätten noch viel länger zuhören können! Doch dank der frisch signierten Bücher werden alle Gäste zu Hause das Ende der Seehundmission erfahren.

Vielen lieben Dank, Frau Pauly, für einen wundervollen Nachmittag und Ihr Engagement für die Seehunde!

 

 

 

29.07.2018

„Primus“ macht seinem Name alle Ehre

 

Erste Heuler-Auswilderung

Der erste Heuler „Primus“, der am 10.05.2018 auf der Helgoländer Düne gefunden und vom zuständigen Seehundjäger Michael Janßen an die Station übergeben wurde, gehört mit einem Gewicht von rund 27 kg zu den ersten fünf Jungtieren der Saison, die wieder in die Freiheit entlassen wurden.

 

     

Nachdem der Heuler zunächst in der Quarantänestation versorgt wurde und zusammen mit „Priemel“ in den Aufzuchtbereich umziehen konnte, entwickelte er sich dort in der Kleingruppe sehr gut und lernte schnell selbstständig zu fressen. Er gehörte zu den ersten Jungtieren im Auswilderungsbecken und nun auch zu den ersten, die die Seehundstation wieder verlassen. Mit ihm wurden „Mats“, „Lars“, „Klaus“ und als einziges weibliches Tier „Felicitas“ am 27.07.2018 ausgewildert.

Insgesamt wurden im Sommer 2018 bisher 182 Heuler von den Seehundjägern zur Aufzucht an die Seehundstation Friedrichskoog übergeben. Auch wenn sich die Hauptgeburtenzeit dem Ende zuneigt, werden noch täglich Seehunde auf den Sandbänken geboren. Auch in den vergangenen Tagen wurden entsprechend Seehund-Heuler eingeliefert.

Diese in den letzten Tagen und Wochen geborenen Jungtiere werden noch gesäugt. Daher gilt bei der Sichtung eines Jungtieres:

Bitte auf keinen Fall anfassen und umgehend den zuständigen Seehundjäger benachrichtigen.

  • Um Störungen der Seehunde zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern zu den
  • Wildtieren eingehalten werden. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist ausgesprochen wichtig
  • Der Seehundjäger entscheidet vor Ort, ob das Tier der Hilfe benötigt und in die Seehundstation gebracht werden muss. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

 

 

12.01.2018

Sternchen neuer Star beim ROBBENBINGO!

    Bild: Sternchen in der Seehundstation im Winter 2011/2012

Wer ist Sternchen und was ist ROBBENBINGO?

Sternchen ist eine Kegelrobbe und wurde 2011 als Heuler in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert.

ROBBENBINGO! ist ein neues Projekt, das die Möglichkeit bietet, sich aktiv an der Erforschung der Kegelrobben in der deutschen Nordsee zu beteiligen. Um mitmachen zu können wird nur eine Kamera benötigt – und natürlich eine Kegelrobbe. Diese können z.B. auf Helgoland beobachtet und fotografiert werden. Um die Kegelrobben nicht zu stören, sollte aber ein Abstand von mindestens 30 Metern eingehalten werden. Weitere Infos gibt es hier: http://kegelrobben-bingo.de/

Nun aber zurück zu der Frage, wie Sternchen zum Star beim ROBBENBINGO! wurde…

Am 18.12.2011 kam Sternchen als Heuler von Amrum in die Seehundstation Friedrichskoog. Damals war sie geschätzte 5 Tage alt, brachte 13,5 kg auf die Waage und war noch komplett im Lanugo (weißes Embryonalfell der Kegelrobben). Während der Aufzucht entwickelte sie sich prächtig, sodass sie am 11.3.2012 mit stolzen 44,6 kg ausgewildert werden konnte. 

Seit dem wurde sie schon zwei Mal auf Helgoland gesichtet. Eine Mitarbeiterin des Verein Jordsand hat Sternchen fotografiert und dem Projekt ROBBENBINGO! gemeldet.

   Bild: Sternchen mit Jungtier  2017 - (c) Katrin Wiese

Sternchen hat es auf der Helgoländer Düne so gut gefallen, dass sie diese als geeigneten Wurf- und Aufzuchtplatz für ihren Nachwuchs ausgesucht hat. Ihr Jungtier kam am 1.12.2017 zur Welt und ist eines von über 420 Jungtieren, die dieses Jahr auf der Helgoländer Düne geboren wurden. Ein erneuter Rekord!

Mehr Infos zu dem Projekt und wie Ihr mitmachen könnt gibt es auf der Projekthomepage http://kegelrobben-bingo.de/

Wir freuen uns über jede Teilnahme!

 

 

 

30.12.2017

Letzte Seehund-Auswilderung im Jahr 2017

 

Kurz vorm Jahreswechsel wurden weitere drei junge Seehunde bei der letzten Auswilderung des Jahres 2017 in die Freiheit entlassen.

Insgesamt wurden 304 Seehunde in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert. Bisher konnten nach erfolgreicher Aufzucht 257 Jungtiere ausgewildert werden. In der Seehundstation befinden sich noch elf Seehunde im Aufzuchtbereich.

Aber nicht nur Seehunde werden in der Seehundstation Friedrichskoog aufgezogen. Die Geburtenzeit der Kegelrobbe neigt sich dem Ende zu. Derzeit befinden sich zwölf junge Kegelrobben in der Station. Die meisten lernen derzeit, selbständig Fisch zu fressen. „Einstein“ macht seine

m Namen alle Ehre, frisst ohne Hilfe und hat auch Interesse an ungewöhnlichem Futter wie zum Beispiel Tintenfischen. „Elli“ hingegen bevorzugt Heringe und zeigt wenig Interesse an den achtarmigen Tintenfischen.

 

 

05.12.2017

Kegelrobbe "Elli" im Aufzuchtbereich

 

Bereits am 30.10.2017 wurde die erste Kegelrobbe der Saison – eine Frühgeburt -  auf Helgoland geboren. Auch in der Seehundstation Friedrichskoog befinden sich die ersten Kegelrobben. Pünktlich zum Nikolaustag zog nun die erste Kegelrobbe aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich um und kann somit aus dem Gästebereich beobachtet werden. „Elli“ kam am 18.11.2017 aus Hamburg in die Seehundstation. Nachdem sich der Gesundheitszustand des Tieres stabilisiert hat, ist die kleine Kegelrobbe aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umgezogen. Mittlerweile lernt sie bereits, ganze Fische im Wasser zu fressen.

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Der gesamte Aufzuchtbereich ist vom Informationszentrum, über die Kameras und vom 17 m hohen Aussichtsturm von den Gästen der Seehundstation einsehbar. Die Fütterungen können von den Besuchern vom Seminarraum aus beobachtet werden. Mitarbeiter der Station informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Kegelrobben. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit  ausgesprochen wichtig.  

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei oder die Seehundstation benachrichtigen.

 

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