Seehundstation Friedrichskoog 

Mareike im Eis3

11.07.2015

Drei auf einen Streich - erste Heulerauswilderung im Jubiläumsjahr

 

Nach einer nur knapp sechswöchigen Aufzucht in der Seehundstation Friedrichskoog kann der erste Heuler der Saison „Thies“, der am 27.05. in St. Peter-Ording gefunden und vom zuständigen Seehundjäger an die Station übergeben wurde, mit einem Gewicht von 27 kg wieder in die Freiheit entlassen werden. Der junge Seehund wurde im Jubiläumsjahr nach Thies Peter Claußen, dem langjährigen Vorsitzenden der Seehundstation benannt. Nachdem der Heuler zunächst in der Quarantänestation ein wenig Sorgen machte, entwickelte er sich im Aufzuchtbereich in der Kleingruppe sehr gut und lernte schnell selbstständig zu fressen, so dass er in das Auswilderungsbecken umziehen konnte. Nach einem rekordverdächtig kurzen Aufenthalt in der Seehundstation darf er nun zurück ins Wattenmeer gebracht werden.

Mit ihm verlassen „Benny“, ein zweijähriger Seehund, der in Hamburg am Elbstrand gefunden wurde und „Holger“, eine junge Kegelrobbe des Winters 2014/15, der in einer spektakulären Rettungsaktion von drei Seehundjägern aus einer Schützenkammer der Schleuse Brunsbüttel geborgen wurde, die Station.

Am 10.07.2015 wurden die drei in Transportkisten verladen. Mit dem kleinen Boot von Axel Rohwedder ging es hinaus ins Wattenmeer, um die Robben im Bereich des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer über Bord zu setzen.

Insgesamt wurden im Sommer 2015 bisher 146 Heuler von den Seehundjägern zur Aufzucht an die Seehundstation Friedrichskoog übergeben. Auch wenn die Hauptgeburtenzeit vorüber ist, werden noch täglich Seehunde auf den Sandbänken geboren. Auch in den vergangenen Tagen wurden entsprechend wenige Tage alte Heuler eingeliefert. Diese in den letzten Wochen geborenen Jungtiere werden noch gesäugt. Daher gilt bei der Sichtung eines Jungtieres:

Bitte auf keinen Fall anfassen und umgehend den zuständigen Seehundjäger benachrichtigen.

Um Störungen der Seehunde zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern zu den Wildtieren eingehalten werden. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist ausgesprochen wichtig

Der Seehundjäger entscheidet vor Ort, ob das Tier der Hilfe bedarf und in die Seehundstation gebracht werden muss. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

Am 05.08. feiert die Seehundstation ihren 30. Geburtstag mit dem Seehund-Sommerfest. Im Jubiläumsjahr gibt es viele Sonderveranstaltungen! Den aktuellen Veranstaltungskalender und die Fütterungszeiten der Heuler sowie der Dauerhaltungstiere finden Sie unter www.seehundstation-friedrichskoog.de.

 

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