Seehundstation Friedrichskoog e. V.

Abschiedskuss

19.12.2014

Kegerobbenheuler in der Seehundstation

 

Auch in diesem Jahr wurde am Nikolaustag der erste Kegelrobben-Heuler der Saison gefunden.  Das Jungtier wurde auf Helgoland von Seehundjäger Michael Janßen zunächst beobachtet, wie es versuchte, bei einem fremden Muttertier zu säugen. Als kein zugehöriges Muttertier zurückkehrte, wurde das Jungtier in die Seehundstation zur Aufzucht gebracht und trägt den Namen „Nikolaus“. Nachdem sich der Gesundheitszustand des Tieres stabilisiert hat, ist die kleine Kegelrobbe aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umgezogen.

Der gesamte Aufzuchtbereich ist vom Informationszentrum, über die Kameras und vom 17 m hohen Aussichtsturm von den Gästen der Seehundstation einsehbar. Die Fütterungen können von den Besuchern vom Seminarraum aus beobachtet werden. Mitarbeiter der Station informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Kegelrobben. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit  ausgesprochen wichtig.  

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei , die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände  um die Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Es können z.B. flexible Ruhezonen für die Jungtiere eingerichtet werden und die Verbände informieren Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Beim Fund eines Kegelrobbenjungtieres auf Föhr und Amrum können Sie sich direkt an den Seehundjäger bzw. die Naturschutzverbände wenden:

  • Helgoland      Seehundjäger siehe aktueller Aushang am Fähranleger

       04725 – 7787 (Verein Jordsand)

  • Amrum           04682-1635 (Öömrang Ferian i.f.)

       04682-2718 (Schutzstation Wattenmeer)

  • Föhr               04681-1313 (Schutzstation Wattenmeer)

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Nur die Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler einzuliefern!

 

 

14.11.2013

Die Wurfsaison der Kegelrobben hat begonnen!

 

Die Kegelrobbe ist, neben dem Seehund, die zweite heimische Robbenart in Deutschland. Einst dominierte sie das gesamte Wattenmeer und war sogar weiter verbreitet als der Seehund. Doch Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kegelrobbe hierzulande nahezu ausgerottet.

Erst Mitte des 20. Jh. wurden Sichtungen vor der niederländischen, deutschen und dänischen Küste wieder häufiger und heute haben die Tiere das Wattenmeer zurückerobert. Mittlerweile haben sich in Deutschland drei Kolonien gebildet: die erste etablierte sich in den 1960er auf den Knobsänden westlich von Amrum. Seit den 90er Jahren hat sich die Helgoländer Düne als ein weiterer wichtiger Rast- und Wurfplatz außerhalb des Wattenmeeres entwickelt. Eine dritte kleinere Kolonie, in der auch Jungtiere geboren und aufgezogen werden, befindet sich bei den Inseln Borkum, Juist und Norderney. Obwohl sich die Situation der Kegelrobben im Wattenmeer stetig verbessert, gelten die Tiere hier nach wie vor als selten und gefährdet. Heute leben im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ungefähr 70 Kegelrobben und um Helgoland etwa 550 Tiere. In der Geburtensaison 2012/2013 wurden in Schleswig-Holstein ~169 Jungtiere geboren.

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei , die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände  um die Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Es können z.B. flexible Ruhezonen für die Jungtiere eingerichtet werden und die Verbände informieren Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Beim Fund eines Kegelrobbenjungtieres auf Föhr und Amrum können Sie sich direkt an den Seehundjäger bzw. die Naturschutzverbände wenden:

  • Helgoland      Seehundjäger siehe aktueller Aushang am Fähranleger

       04725 – 7787 (Verein Jordsand)

  • Amrum           04682-1635 (Öömrang Ferian i.f.)

       04682-2718 (Schutzstation Wattenmeer)

  • Föhr               04681-1313 (Schutzstation Wattenmeer)

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Nur die Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler einzuliefern!

 

 

Mai 2011

Klappmütze "Wicki"

Klappmütze Wicki

 

 

Seit dem 22. November beherbergte die Seehundstation einen ungewöhnlichen Gast: Eine junge weibliche Klappmütze wurde am Strand der Insel Föhr geschwächt gefunden und vom zuständigen Seehundjäger nach Friedrichskoog geschickt. 
Das Tier besaß noch die für Jungtiere typische Fellzeichnung: Während die Rückenseite grau ist, ist der Bauch cremeweiß gefärbt. Der Größe nach zu urteilen, war die junge Klappmütze ein knappes Jahr alt.

"Wicki" hatte eine lange Reise hinter sich, denn Klappmützen leben in den subarktischen und arktischen Bereichen des Atlantischen Ozeans. Verbreitungsschwerpunkte liegen um Kanada, Grönland und Island.
Der Name "Klappmütze" leitet sich von einem aufblasbaren Nasensack ab, den erwachsene Männchen besitzen. Vor allem in der Paarungszeit versuchen die Männchen damit, Konkurrenten einzuschüchtern und Weibchen zu beeindrucken.
Den Weibchen und den Jungtieren fehlt das Nasenanhängsel.

 

 

Von jungen Klappmützen ist bekannt, dass sie weite Wanderungen unternehmen. So wurden schon Tiere fernab ihres Verbreitungsgebietes in Portugal oder auch Kalifornien beobachtet.

 

 

Mittagessen
Wicki im Aufzuchtbereich
 

 

 

 

"Wicki" bewohnte inzwischen ein Becken im Aufzuchtbereich. Da sie keine einheimische Robbenart ist, wurde sie von den Kegelrobbenjungtieren, die zur selben Zeit ebenfalls zur Aufzucht in der Station waren, getrennt.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Am 13. April war es endlich soweit. Wicki hat sich gut erholt und brachte zuletzt stolze 80 kg auf die Waage. Damit man ihren weiteren Weg und hoffentlich auch Heimweg verfolgen kann, hat sie einen GPS-Sender in den Nacken geklebt bekommen.

  Wicki bei der Auswilderung
Bye bye
 

 

 

 

 

Nach anfänglichem Zögern hat sie sich, von der Helgoländer Düne aus, in die Fluten gestürzt.

 

 

Auch "Wicki" konnte sich über Paten freuen:

Anneliese Klein & Horst Riedesel aus Erndtebrück

 

 

 

 

 

 

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