Seehundstation Friedrichskoog 

Ausgewidlert

22.11.2015

Die Wurfsaison der Kegelrobben hat begonnen!

 

 Die Kegelrobbe ist, neben dem Seehund, die zweite heimische Robbenart in Deutschland. Einst dominierte sie das gesamte Wattenmeer und war sogar weiter verbreitet als der Seehund. Doch Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kegelrobbe hierzulande nahezu ausgerottet.

Erst Mitte des 20. Jh. wurden Sichtungen vor der niederländischen, deutschen und dänischen Küste wieder häufiger und heute haben die Tiere das Wattenmeer zurückerobert. Mittlerweile haben sich in Deutschland drei Kolonien gebildet: die erste etablierte sich in den 1960er auf den Knobsänden westlich von Amrum. Seit den 90er Jahren hat sich die Helgoländer Düne als ein weiterer wichtiger Rast- und Wurfplatz außerhalb des Wattenmeeres entwickelt. Eine dritte kleinere Kolonie, in der auch Jungtiere geboren und aufgezogen werden, befindet sich bei den Inseln Borkum, Juist und Norderney. Obwohl sich die Situation der Kegelrobben im Wattenmeer stetig verbessert, gelten die Tiere hier nach wie vor als selten und gefährdet. Heute leben im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ungefähr 120 Kegelrobben und um Helgoland etwa 555 Tiere. In der Geburtensaison 2014/2015 wurden in Schleswig-Holstein ~250 Jungtiere geboren.

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei , die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände  um die Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Es können z.B. flexible Ruhezonen für die Jungtiere eingerichtet werden und die Verbände informieren Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Beim Fund eines Kegelrobbenjungtieres auf Föhr und Amrum können Sie sich direkt an den Seehundjäger bzw. die Naturschutzverbände wenden:

  • Helgoland      Seehundjäger siehe aktueller Aushang am Fähranleger

       04725 – 7787 (Verein Jordsand)

  • Amrum           04682-1635 (Öömrang Ferian i.f.)

       04682-2718 (Schutzstation Wattenmeer)

  • Föhr               04681-1313 (Schutzstation Wattenmeer)

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Nur die Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler einzuliefern!

 

 

13.09.2015

"Seefeuer" - Eine besondere Veranstaltung am 16.10.2015

 

16.10. Lesung: „Seefeuer“  
Die Autorin Elisabeth Herrmann liest aus ihrem Jugendroman „Seefeuer“. Einer der Handlungsorte ist die Seehundstation Friedrichskoog…

Beginn: 15:00 Uhr

 

Über das Buch:

"Marie Vosskamp kann nicht fassen, welchen Freund sich ihre Mutter nach dem Tod ihres Vaters zugelegt hat! Kein Stück traut sie Magnus, der in Windeseile das Kommando über das Vosskamp´sche Familienunternehmen übernimmt - und ihre Mutter auch noch heiraten will! Marie haut ab, um endlich ihre Träume zu verwirklichen, nach Friedrichskoog an die Nordsee, wo sie mit einem begehrten Praktikum ihrem Wunsch, Meeresbiologin zu werden, ein bisschen näher kommt. Dort lernt sie auch den attraktiven Vince kennen, der sich als Schatzsucher für das alte Schiffswrack der Trinity interessiert, das vor der Küste aufgetaucht ist. Mit der Trinity, die in den 50er Jahren in einem schrecklichen Unglück gesunken ist, heben sich dunkle Geheimnisse, die viel mehr mit Marie zu tun haben, als sie sich je hätte vorstellen können. Geheimnisse, die manche lüften und andere um jeden Preis verbergen wollen ..."

Über die Autorin:

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Nach diversen beruflichen Stationen holte sie auf dem Frankfurter Abendgymnasium das Abitur nach und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau mit Jan Josef Liefers, "Zeugin der Toten" mit Anna Loos in der Hauptrolle (alle ZDF). Für dieses Buch erhielt Elisabeth Herrmann den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis. „Das Dorf der Mörder“ mit der kroatischen Polizistin Sanela Beara stand monatelang auf der Bestsellerliste – „Der Schneegänger“ ist der zweite Fall für ihre eigenwillige Heldin. Elisabeth Herrmann lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

 

Pressestimmen:

"Ein gelungene Mischung aus Thriller und Romanze." Westfälische Nachrichten

"ein Pageturner" Börsenblatt

"Spannend bis zur letzten Seite" Segel Journal

"temporeich geschrieben und fesselt bis zur letzten Seite" Cellesche Zeitung

"Packend und tiefgreifend wie das Meer." Quo vadis

„Seefeuer ist Elisabeth Herrmanns dritter Thriller für junge Leser, der mich wie “Lilienblut”, restlos überzeugt hat. Bloggerstimme

"Ein atmosphärisch dichter Krimi" Christina Ulm / STUBE

"Insgesamt bleibt dieser Roman als temporeicher, emotional packender Thriller in Erinnerung, mit faszinierenden und zum Teil ungewöhnlichen Schauplätzen" titel-kulturmagazin.net

 

04.08.2015

30 Jahre Seehundstation Friedrichskoog

 

Ein Grund zum Feiern! Am 05. August wird das 30-jährige Bestehen mit dem großen Seehund-Sommerfest gefeiert. An diesem Tag warten besondere Aktionen wie Kinderschminken, Puppentheater, Tombola, Führungen für Kinder und Erwachsene und vieles mehr auf Sie! Kinder haben am Stationsgeburtstag freien Eintritt und die Erwachsenen zahlen den Kinderpreis - Egal ob Groß oder Klein: Für jeden ist etwas dabei!
Wir freuen uns auf viele Gäste, um diesen besonderen Tag mit uns zu feiern!

Impressionen aus den letzten Jahren

        

11.07.2015

Drei auf einen Streich - erste Heulerauswilderung im Jubiläumsjahr

 

Nach einer nur knapp sechswöchigen Aufzucht in der Seehundstation Friedrichskoog kann der erste Heuler der Saison „Thies“, der am 27.05. in St. Peter-Ording gefunden und vom zuständigen Seehundjäger an die Station übergeben wurde, mit einem Gewicht von 27 kg wieder in die Freiheit entlassen werden. Der junge Seehund wurde im Jubiläumsjahr nach Thies Peter Claußen, dem langjährigen Vorsitzenden der Seehundstation benannt. Nachdem der Heuler zunächst in der Quarantänestation ein wenig Sorgen machte, entwickelte er sich im Aufzuchtbereich in der Kleingruppe sehr gut und lernte schnell selbstständig zu fressen, so dass er in das Auswilderungsbecken umziehen konnte. Nach einem rekordverdächtig kurzen Aufenthalt in der Seehundstation darf er nun zurück ins Wattenmeer gebracht werden.

Mit ihm verlassen „Benny“, ein zweijähriger Seehund, der in Hamburg am Elbstrand gefunden wurde und „Holger“, eine junge Kegelrobbe des Winters 2014/15, der in einer spektakulären Rettungsaktion von drei Seehundjägern aus einer Schützenkammer der Schleuse Brunsbüttel geborgen wurde, die Station.

Am 10.07.2015 wurden die drei in Transportkisten verladen. Mit dem kleinen Boot von Axel Rohwedder ging es hinaus ins Wattenmeer, um die Robben im Bereich des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer über Bord zu setzen.

Insgesamt wurden im Sommer 2015 bisher 146 Heuler von den Seehundjägern zur Aufzucht an die Seehundstation Friedrichskoog übergeben. Auch wenn die Hauptgeburtenzeit vorüber ist, werden noch täglich Seehunde auf den Sandbänken geboren. Auch in den vergangenen Tagen wurden entsprechend wenige Tage alte Heuler eingeliefert. Diese in den letzten Wochen geborenen Jungtiere werden noch gesäugt. Daher gilt bei der Sichtung eines Jungtieres:

Bitte auf keinen Fall anfassen und umgehend den zuständigen Seehundjäger benachrichtigen.

Um Störungen der Seehunde zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern zu den Wildtieren eingehalten werden. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist ausgesprochen wichtig

Der Seehundjäger entscheidet vor Ort, ob das Tier der Hilfe bedarf und in die Seehundstation gebracht werden muss. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

Am 05.08. feiert die Seehundstation ihren 30. Geburtstag mit dem Seehund-Sommerfest. Im Jubiläumsjahr gibt es viele Sonderveranstaltungen! Den aktuellen Veranstaltungskalender und die Fütterungszeiten der Heuler sowie der Dauerhaltungstiere finden Sie unter www.seehundstation-friedrichskoog.de.

 

04.06.2015

Erste Heuler in der Seehundstation

 

Die Geburtenzeit der Seehunde in Schleswig-Holstein hat begonnen und die ersten Heuler wurden in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert. Am 27. Mai wurde der Seehundjäger Karl-Heinz Hildebrandt nach St. Peter-Ording gerufen. Bei dem jungen Seehund handelte es sich um ein wenige Tage altes Tier. Nach einer gründlichen Begutachtung des Gesundheitszustandes durch den speziell geschulten Seehundjäger wurde der Heuler an die Mitarbeiter der Seehundstation Friedrichskoog zur Aufzucht übergeben.

Zum 30. Geburtstag der Seehundstation Friedrichskoog wurde der „Jubiläumsheuler“ nach dem langjährigen Vorsitzenden Thies Peter Claußen „Thies“ getauft. Er brachte 11,6 kg auf die Waage, machte aber in den ersten Tagen in der Quarantäne Sorgen, da er sehr geschwächt war. Nun hat sich der Gesundheitszustand soweit stabilisiert, dass er zusammen mit den kurz nach ihm eingelieferten Heulern „Bibo“, „Lio“ und „Lillifee“ aus der Quarantäne in den  Aufzuchtbereich umziehen kann. Am  Donnerstag, den 04.06.2015, werden sie der Öffentlichkeit vorgestellt und ziehen zur 9 Uhr Fütterung um.

Die Heuler-Fütterungen während der Öffnungszeiten der Seehundstation finden um 9:00h, 12:30h und 16:30h statt und können  von den Besuchern  der Station vom Seminarraum aus beobachtet werden. Mitarbeiter informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Seehunden im Wattenmeer. Die Hauptgeburtenzeit im Nationalpark hat gerade erst begonnen. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist daher ausgesprochen wichtig.  

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, die Nationalparkverwaltung und die Seehundstation Friedrichskoog bitten, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern einzuhalten. Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:

  • Seehunde nicht anfassen.
  • Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
  • Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige, speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

 

 

März 2013

Erweiterung des Heulerbereichs

Die Winterpause ist vorbei und in der Seehundstation Friedrichskoog e.V. wird weitergebaut!

Um die Bedingungen für die Jungtieraufzucht und –rehabilitation weiterhin auf hohem Niveau halten zu können, wird der Aufzuchtbereich um vier weitere Becken erweitert.

Die Erweiterung wird mit einem Betrag von 52.000 € von der Umweltlotterie BINGO! gefördert. Die restlichen Kosten mussten vom Trägerverein der Seehundstation aufgebracht werden.

Am 1. November wurde Edgar als letzter „echter Heuler“ des Sommers 2012 erfolgreich ausgewildert. Die im Sommer 2012 aufgezogenen Jungtiere sind ebenso wie die im Herbst rehabilitierten Jungtiere ausgewildert worden. Während der Wintermonate 2012/2013 wurden bisher sieben junge Kegelrobben in die Station eingeliefert.

Als Heuler werden nur die Jungtiere bezeichnet, die während der Säugezeit dauerhaft von der Mutter getrennt werden. Die Geburtenzeit der Seehunde ist von Mai bis Juli. Anschließend werden die Jungen werden vier bis sechs Wochen gesäugt.  Kegelrobben hingegen gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar geboren und zwei bis drei Wochen gesäugt.

Bei der Sichtung eines solchen Jungtieres gilt:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen und umgehend den zuständigen Seehundjäger benachrichtigen.
  • Um Störungen der Seehunde zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern zu den Wildtieren eingehalten werden.
  • Der Seehundjäger entscheidet vor Ort, ob das Tier der Hilfe bedarf und in die Seehundstation gebracht werden muss.

In der Seehundstation werden neben Heulern auch Robben rehabilitiert, die verletzt oder geschwächt an der schleswig-holsteinischen Küste aufgefunden werden.

 

 

 

10.05.2013

Abschied von Lümmel

Am 06. Mai 2013, verstarb unser ältestes Seehundmännchen Lümmel. Altersbedingt war seine Gesundheit schon seit längerem leicht angeschlagen und er wurde über mehrere Jahre erfolgreich behandelt. Seit einigen Wochen musste er zusätzliche mit weiteren Medikamenten versorgt werden, was zunächst zu einer Besserung führte. Leider konnten wir am Montag Abend nichts mehr für ihn tun.

Um Gewissheit über die Todesursache zu bekommen, ist eine Autopsie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover durchgeführt worden. Lümmel hatte Herz- und Nierenprobleme, die zu seinem Tod führten.

 

Lümmels Leben in der Seehundstation

Lümmel kam 1987 – zwei  Jahre nach Gründung der Seehundstation in Friedrichskoog - als Heuler in die Seehundstation. Er hat sein ganzes Leben hier verbracht. Lediglich im Sommer 1991, als das Dauerhaltungsbecken neu gebaut wurde, ist er zusammen mit unseren anderen dauerhaft in der Station lebenden Seehunden in der Seehundstation Norddeich untergebracht worden.

Nach einer Viruserkrankung im Jahr 1998 ist er erblindet, was ihn jedoch nicht beeinträchtigt hat.

Lümmel ist der Vater von Hein (geboren 1997) und Lilli (geboren 2004).

Bei den Gästen der Station war Lümmel stets sehr beliebt, da er eine außergewöhnliche Seehund-Persönlichkeit war. Einige Besucher kamen fast jedes Jahr, um „ihren“ Lümmel wiederzusehen.  Durch seine vielen TV-Auftritte ist er auch überregional bekannt geworden. Zuletzt war er regelmäßig bei Seehund, Puma & Co. zu sehen.

Er hat im Laufe seines Lebens bei mehreren Forschungsprojekten mitgearbeitet und hat so dabei geholfen, mehr über die Biologie von Seehunden herauszufinden.

 

Wir vermissen unseren Lümmel sehr...

 

 

18.07.2013

Hamburger Heuler "Reiner" in der Seehundstation Friedrichskoog e.V.

 

Der in Hamburg gefundene Heuler "Reiner" ist am 16.7.2013 in die Seehundstation eingeliefert worden und wird derzeit  in der Quarantäne versorgt. Sein Zustand ist weiterhin kritisch.

Die Seehundstation Friedrichskoog bittet, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern einzuhalten. Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:

1. Seehunde nicht anfassen.

2. Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.

3. Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund wird jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein.

 

aktueller Nachtrag 18.07.2013: Reiner ist leider verstorben.

 

 

25.07.2013

Kronprinz überholt Politiker - Erste Jungtiere werden ausgewildert

Nach der nur rund sechswöchigen Aufzucht in der Seehundstation Friedrichskoog kann „Haakon“, der am 14.06. vom St. Peteraner Seehundjäger Günter Jensen an die Station übergeben wurde, mit dem stolzen Gewicht von 31,1 kg wieder in die Freiheit entlassen werden. Damit hat  der nach dem norwegischen Kronprinzen benannte junge Seehund die vor ihm eingelieferten und nach Politikern benannten Heuler gewichtsmäßig locker hinter sich gelassen.

 „Cem Ö.“, der bereits am 02.06. von Pellworm in die Station kam, ist der einzige Politiker, der mit  27,2 kg bereits sein Auswilderungsgewicht erreicht hat.  Durch die nochmals verbesserten Aufzuchtbedingungen in der Seehundstation konnte die Aufenthaltsdauer weiter verkürzt werden, so dass viele ehemalige Heuler die Station nach weniger als  zwei Monaten werden verlassen können. Neben „Haakon“ und „Cem“ sind auch „Kirsten“, „Rilana“ und „Bina“ am Donnerstag, den 25.07.2013, ausgewildert worden. Mit dem kleinen Boot von Axel Rohwedder ging es hinaus ins Wattenmeer, um die jungen Seehunde im Bereich des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer über Bord zu setzen. Alle Jungtiere sind mit einer Flossenmarke sowie einem Transponder markiert und haben zur leichteren Wiedersichtung in den ersten Wochen nach der Auswilderung eine weiße Farbmarkierung auf dem Kopf, um sie von den anderen Jungtieren auf der Sandbank unterscheiden zu können.

Insgesamt wurden im Sommer 2013 bisher 170 Tiere zur Aufzucht in der Station aufgenommen – ein neuer Rekord, der bei der Bestandsentwicklung und der Geburtenrate der letzten Jahre zu erwarten war.

Die meisten der dieses Jahr geborenen Seehunde wurden bereits von den Muttertieren entwöhnt. Die Hauptgeburtenzeit liegt im Juni, die Tiere werden anschließen vier bis sechs Wochen gesäugt.  Diese entwöhnten Jungtiere sind allein überlebensfähig und lernen nun, selbständig Fisch zu fangen. Bei der Sichtung eines solchen Jungtieres gilt:

 

  • Bitte auf keinen Fall anfassen und umgehend den zuständigen Seehundjäger benachrichtigen.
  • Um Störungen der Seehunde zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern zu den Wildtieren eingehalten werden.
  • Der Seehundjäger entscheidet vor Ort, ob das Tier der Hilfe bedarf und in die Seehundstation gebracht werden muss.

 

                           

 

     
   
       

12.11.2013

Zur Zeit befinden sich vier Jungtiere im Aufzuchtbereich

 

Der gesamte Aufzuchtbereich ist vom Informationszentrum, über die Kameras und vom 17 m hohen Aussichtsturm von den Gästen der Seehundstation einsehbar. Die Fütterungen können von den Besuchern vom Seminarraum aus beobachtet werden. Mitarbeiter der Station informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Seehunden. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit ausgesprochen wichtig. 

 Odin und Thor bei der Fütterung, Planschen und Schwimmen

 

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein und die Seehundstation Friedrichskoog bitten daher, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Tieren einzuhalten. Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte bitte folgendes beachtet werden:

1.       Seehunde nicht anfassen.

2.       Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.

3.       Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

 

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Nur die Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler einzuliefern!

 

 

10.12.2013

Kegerobbenheuler in der Seehundstation

 

Nach Orkan „Xaver“ letzte Woche wurden die ersten sieben Kegelrobben-Heuler in die Seehundstation eingeliefert.  Das erste Jungtier wurde am 06.12.2013 auf Pellworm gefunden und trägt den Namen „Fridolin“. Weitere sechs Kegelrobben folgten von Helgoland und Föhr. Nachdem sich der Gesundheitszustand der Tiere stabilisiert hat, sind drei Kegelrobben aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umgezogen.

Der gesamte Aufzuchtbereich ist vom Informationszentrum, über die Kameras und vom 17 m hohen Aussichtsturm von den Gästen der Seehundstation einsehbar. Die Fütterungen können von den Besuchern vom Seminarraum aus beobachtet werden. Mitarbeiter der Station informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Kegelrobben. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit  ausgesprochen wichtig.  

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei , die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände  um die Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Es können z.B. flexible Ruhezonen für die Jungtiere eingerichtet werden und die Verbände informieren Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Beim Fund eines Kegelrobbenjungtieres auf Föhr und Amrum können Sie sich direkt an den Seehundjäger bzw. die Naturschutzverbände wenden:

  • Helgoland      Seehundjäger siehe aktueller Aushang am Fähranleger

       04725 – 7787 (Verein Jordsand)

  • Amrum           04682-1635 (Öömrang Ferian i.f.)

       04682-2718 (Schutzstation Wattenmeer)

  • Föhr               04681-1313 (Schutzstation Wattenmeer)

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Nur die Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler einzuliefern!

 

 

01.02.2014

Erfolgreiche Aufzucht der ersten "Sturmopfer"

 

Auch auf Grund der schlechten Witterungsbedingungen und heftigen Stürme im Dezember wurden diese Saison bisher 18 Kegelrobben-Heuler in die Seehundstation eingeliefert. Besonders auf Helgoland hatte Orkan „Xaver“ verheerende Auswirkungen für die Kegelrobben. Der Nordstrand der Düne – ein wichtiger und stark genutzter Aufzuchtort – wurde von den Sturmfluten nahezu komplett überspült und 47 Kegelrobbenjungtiere nach dem Sturm vermisst. Sieben junge Kegelrobben wurden der Seehundstation übergeben, da die Muttertiere nicht zurückkehrten.

Als erstes Kegelrobbenjungtier der Wurfsaison 2013/2014 wurde „Fridolin“ am 07.12.2013 in die Seehundstation gebracht. Er trug noch das für junge Kegelrobben in den ersten Lebenswochen typische lange weiße Lanugofell, als er geschwächt und unterernährt auf Pellworm geborgen und in die Obhut der Seehundstation Friedrichskoog übergeben wurde. Am Tag darauf folgten „Rolf“ und „Biggi“ von Helgoland und eben auch „Xaver“ von der Insel Föhr. Sie hatten den Kontakt zur Mutter dauerhaft verloren. Dies ist bei jungen Kegelrobben selten der Fall. Kegelrobbenmütter halten sich oft auch längere Zeit nicht bei ihrem Jungtier auf, kehren dann aber zum Säugen zurück. Wenn die höher gelegenen Wurfplätze im Wattenmeer überspült werden, kommen die Mütter und Jungtiere oft auch an Strände der Inseln, z.B. Sylt, Föhr und Amrum. Die ortsansässigen Naturschutzverbände kümmern sich um die Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. So wurden auch nach Orkan „Xaver“ flexible Ruhezonen für die Jungtiere eingerichtet werden und die Verbände informierten Strandspaziergänger und halfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.Die Heuler, die von ihrem Muttertier dauerhaft getrennt wurden und allein noch nicht überlebensfähig waren, wurden von den zuständigen Seehundjägern an die Seehundstation zur Aufzucht übergeben.

Kegelrobbenjungtier „Xaver“, benannt nach dem Orkan, hat als erster das notwendige Auswilderungsgewicht erreicht und konnte am 15.01.2014 ausgewildert werden.

Beim Fund einer jungen Kegelrobbe gilt ebenso wie bei Seehunden:

  1. Kegelrobben nicht anfassen
  2. Weiten Abstand einhalten und Hunde fernhalten
  3. Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen

Der zuständige Seehundjäger sorgt gemeinsam mit den Mitarbeitern der gebietsbetreuenden Naturschutzverbände für die Einrichtung einer flexiblen Ruhezone und entscheidet über die weitere Vorgehensweise. Nur der staatlich bestellte Seehundjäger ist berechtigt, die Tiere zu bergen und ggf. in die Seehundstation Friedrichskoog e.V. zu bringen.

Haben Sie weitere Fragen zu Seehunden und Seehundmanagement im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer? Viele Antworten finden Sie hier.

 

09.02.2014

Auswilderung von drei Seehunden


 

Am Sonntag, den 09.02.2014, konnten nach erfolgreicher Rehabilitation in der Seehundstation Friedrichskoog e.V. drei weitere junge Seehunde ausgewildert werden. Diese Tiere waren jedoch keine Heuler, sondern wurden im Winter geschwächt aufgefunden und von den zuständigen Seehundjäger an die Seehundstation übergeben.

Nach dem Abstillen im Sommer haben die Jungtiere ein Gewicht von 25-30 kg und müssen lernen, sich selbstständig zu ernähren. In dieser Zeit zehren sie von der Speckschicht, die durch das Säugen entstanden ist und können 20-30% ihres Körpergewichtes verlieren. Die Nahrung besteht zu Beginn aus Nordseegarnelen und kleinen bodenlebenden Fischen. Über die Nahrung gelangen auch Parasiten in den Körper.

Nahezu alle Lebewesen müssen sich mit Parasitismus auseinandersetzen. Parasiten haben eine oft unterschätzte, wichtige Funktion in unseren Ökosystemen. Somit sind  Parasiten auch bei Wildtieren wie Seehund, Schweinswal oder Kegelrobbe ein natürlicher Bestandteil des Lebens. Der Befall mit Parasiten kann unterschiedliche Ausmaße annehmen, und so sind auch die Auswirkungen auf den sogenannten Wirt verschieden groß. Mögliche Folgen eines erhöhten Parasitenbefalls können Auswirkungen auf Krankheitsanfälligkeit oder Wachstum, aber auch auf Fortpflanzung und Lebensdauer sein. Bei ungünstigen Bedingungen z.B. einem schlechten Ernährungszustand, kann Parasitenbefall stärkere Auswirkungen haben, als dies bei einem fitten Tier der Fall wäre.

Parasiten können bei Seehunden und Kegelrobben in vielen Organen vorkommen, u.a. Ohren, Herz, Magen-Darm-System oder auch in der Lunge. Lungenwürmer verursachen häufig weitere bakterielle Infektionen oder auch Lungenentzündungen. Besonders bei jungen Seehunden im ersten Lebensjahr, die geschwächt sind und die noch kein gut entwickeltes Immunsystem besitzen, sind von Parasiten verursachte Lungenentzündungen eine häufige Todesursache. An der schleswig-holsteinischen Nordseeküste leben derzeit 12.000 Seehunde, rund 3.600 Jungtiere wurden im vergangenen Jahr gezählt. Wie bei anderen Tieren stirbt etwa ein Drittel der Jungtiere im ersten Lebensjahr.

Gerade in den Wintermonaten nach heftigen Stürmen finden sich an den Küsten häufig stark geschwächte und kranke Jungtiere. Manchmal ist um Maul und Nase Blut zu sehen. Die Ursache kann in solchen Fällen eine von Parasiten verursachte Lungenentzündung sein.

Wenn Sie am Strand eine Robbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (auf Helgoland: min. 30 m)
  • Hunde unbedingt anleinen und von der Robbe fernhalten!
  • Bitte umgehend die Seehundstation, den zuständigen Seehundjäger oder die Polizei benachrichtigen.

Bei einem Robbenfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird vor Ort sorgfältig geprüft, damit keine junge Robbe unnötig in Gefangenschaft gerät. Die Seehundjäger werden von den ortsansässigen Naturschutzverbänden bei Ihrer Arbeit unterstützt. Es können z.B. flexible Ruhezonen für die Seehunde und Kegelrobben eingerichtet werden, damit sie sich ungestört ausruhen können. Die Mitarbeiter der Verbände informieren Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Robben zu vermeiden.

Haben Sie weitere Fragen zu Seehunden und Seehundmanagement im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer? Viele Antworten finden Sie hier.

 

30.03.2014

Thilo zu Besuch in Frankreich


 

Letzte Woche haben wir die Nachricht bekommen, dass Seehund „Thilo“ (Flossenmarke „975“ rot) sich derzeit an der französischen Küste aufhält. „Thilo“ wurde im Juni 2013 zur Aufzucht in die Seehundstation Friedrichskoog e.V. gebracht und Anfang September ausgewildert. Nun schwimmt, frisst und ruht er bereits seit Januar bei Gravelines nahe Calais. Eine Anwohnerin hat uns nun Bilder von „Thilo“ zugeschickt. Vielen Dank, Karine & LPA Calais, für die Fotos und Informationen über „Thilos“ Aufenthalt in Frankreich!

Wir freuen uns stets über Nachrichten und Fotos von unseren Seehunden und Kegelrobben. Wenn auch Sie ein Tier mit einer roten oder grünen Flossenmarke gesehen habe, schicken Sie uns Ihre Sichtungen bitte an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it..

Informationen über Robben mit andersfarbigen Flossenmarken leiten wir gern an unsere Kollegen von anderen Stationen weiter!

 

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